| 16:52 Uhr

Wirtschaft
Millionen-Plan der Bahn für Cottbus

Die Cottbuser Bahnwerker haben seit vielen Jahrzehnten Erfahrung bei der Instandhaltung und auch Umrüstung von schwerer Technik. Archivfoto: dpa
Die Cottbuser Bahnwerker haben seit vielen Jahrzehnten Erfahrung bei der Instandhaltung und auch Umrüstung von schwerer Technik. Archivfoto: dpa FOTO: Z1015 Bernd Settnik
Cottbus. Neue Produktionshalle für Diesel- und Hybridloks soll Arbeitsplätze in der Lausitz sichern

Von Jan Siegel

Das Instandhaltungswerk der deutschen Bahn in Cottbus soll in den nächsten Jahren mit einer Millioneninvestition ausgebaut werden. Das hat am Freitag Bahnsprecher Burkhard Ahlert der RUNDSCHAU bestätigt.

Im Werk Cottbus soll mit dem Bau einer neuen Produktionshalle in die Zukunft des Standortes investiert werden“, sagte Ahlert. Ab dem Jahr 2021 sollten sich die Lausitzer Bahntechnik-Fachleute auf die Instandhaltung von Diesel- und Hybridlokomotiven fokussieren. Hybridloks sind in der Lage mit einem Dieselmotor, aber auch ohne Oberleitung mit Batterien voll elektrisch zu fahren. Sie werden derzeit vor allem im innerstädtischen Rangierbetrieb eingesetzt.

Während sich der Bahnsprecher nicht zu einer möglichen Investitionssumme äußern wollte, sprach Manuel Freire Stelljes, der Betriebsratsvorsitzende des Instandhaltungswerkes in Sebaldsbrück, bei Bremen, im Bremer Weserkurier von einer 20 Millionen-Investition in Cottbus. Die Bremer Bahnwerker sind von den Lausitzplänen der Bahn mittelbar betroffen. Ihre Lok-Halle soll offenbar zugunsten der Cottbuser geschlossen werden. Die Schließung ganzer Standorte aber will die Bahn mit ihrem Zukunftskonzept nach den Worten von Burkhard Ahlert aber verzichten. Vielmehr sollten die einzelnen Werke wirtschaftlicher und zukunftssicherer gemacht werden.

Die Strukturveränderungen bei der Bahninstandhaltung waren Thema bei einer Betriebsrätekonferenz in dieser Woche in Berlin. Dabei ging es um das Programm „Zukunft Bahn“, dass eben auch ein neues Werkekonzept bei der DB-Instandhaltung beinhaltet.

Trotz des Umbaus soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, betonte Bahnsprecher Burghard Ahlert. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern sollten sozialverträgliche Lösungen erarbeitet werden. Auch Mitarbeitern in Bremen, die von Leistungsverlagerungen betroffen seien, sollten neue berufliche Perspektiven ermöglicht werden.