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| 17:44 Uhr

Angehende Konditorin ist Lehrling des Monats
Lauterbachs jüngstes Sahnehäubchen

 Johanna Galle, angehende Konditorin aus Briesen (Spree-Neiße), hat ihr Herz für die Tortenkunst entdeckt und überzeugt mit Engagement und Leistung. Dafür hieß es am Donnerstag Vormittag in der Conditorei & Café.. „Lauterbach“ in der Spremberger Straße in Cottbus „Daumen hoch“.
Johanna Galle, angehende Konditorin aus Briesen (Spree-Neiße), hat ihr Herz für die Tortenkunst entdeckt und überzeugt mit Engagement und Leistung. Dafür hieß es am Donnerstag Vormittag in der Conditorei & Café.. „Lauterbach“ in der Spremberger Straße in Cottbus „Daumen hoch“. FOTO: Handwerkskammer Cottbus / Michel Havasi/HwK Cottbus
Cottbus. Angehende Konditorin aus Briesen ist Lehrling des Monats Dezember. Johanna Galle hat ihr Herz für die Tortenkunst entdeckt. Von Von Beate Möschl

Umrahmt von Cottbuser Baumkuchen, Schoko-Pralinen und weihnachtlich verzierten Torten ist gestern in der namhaften Cottbuser Conditorei & Café „Lauterbach“ eine der schönsten Auszeichnungen für den Südbrandenburger Handwerkernachwuchs vergeben worden: Der Titel „Lehrling des Monats“.

Seit 2010 verleihen die Handwerkskammer Cottbus und das Versorgungswerk der Handwerkskammer Cottbus diese Auszeichnung an die besten Azubis. Der Titel des Monats Dezember 2018 krönt Konditor-Lehrling Johanna Galle und gleichsam das gesamte Team des „Lauterbach“ wie ein Sahnehäubchen.

Die Briesenerin lernt ihr Handwerk von sieben angestellten Konditoren und einem Altmeister, die ihrerseits alles „Eigengewächse“ sind, wie Inhaber- und Geschäftsführer Carsten Hajek betont. Johanna Galle hat sich die Auszeichnung mit Teamfähigkeit, Kreativität und Können verdient. „Wir freuen uns, dass Johanna im dritten Lehrjahr noch einmal richtig Schwung geholt und ihr Können und Wissen vervollkommnet hat. Du bist unsere Beste“, würdigte der Chef vor Medienvertretern und Kunden.

Die Briesenerin ist die jüngste von insgesamt 38 Mitarbeitern des von Carsten und Petra Hajek geführten Unternehmens. Um den Ausbildungsplatz im „Lauterbach“ hat sie hartnäckig gerungen. „Ich wollte gerne in der Region bleiben und von den Besten lernen“, sagt die 20-Jährige, die nach dem Abitur statt zum Studium lieber ins Handwerk ging. Weil der einzige Ausbildungsplatz im „Lauterbach“ damals aber schon vergeben war, habe sie eben im Verkauf angefangen. „Ich habe mir gedacht, da bin ich schon ganz nah dran und kann sehen, wie es läuft.“

Das war eine kluge Entscheidung, wie sich dann schnell herausstellte. „Sie ist echt drangeblieben. Dass sie dafür zunächst in den Verkauf gegangen ist, war unser Glück. Dadurch konnten wir schnell reagieren, als sich hier die Situation änderte. Im Oktober hatte sie dann die Konditor-Lehrstelle“, schildert Hajek und sagt: „Wenn Johanna nach der Ausbildung noch bei uns bleiben möchte, ist sie eine herzlich willkommene Verstärkung in unserem Team, fachlich und menschlich.“ Die 20-Jährige kann das Kompliment nur zurückgeben. Sie fühlt sich wohl im „Lauterbach“-Team. „Es ist klein und dadurch recht familiär“, sagt sie mit Blick auf die sieben Konditoren und den Meister in der Produktion, von denen sie ihr Handwerk lernt.

30 bis 40 Torten stellen sie im Team täglich her. Die Baumkuchen nicht zu vergessen, deren Produktion seit November auf Hochtouren läuft. Das drängt das Tortengeschäft etwas in den Hintergrund. Unverdient, wie Hajek sagt. Die Kunden bekommen davon nichts mit. Das Angebot ist frisch, lecker und vielfältig wie immer. Das wird honoriert. „Von der Fachzeitschrift ‚Der Feinschmecker’ bewertet und gekürt, gehört unser Haus in diesem Jahr zum wiederholten Male mit zu den 500 besten Cafés in Deutschland. Als einziges in Südbrandenburg“, so Hajek.

Das Echo auf die Baumkuchenqualität kann er in Bestellungen und Stammkunden messen. „Unser Baumkuchen ist gefragt, in aller Welt.“ 1000 Pakete habe er in den vergangenen Wochen gepackt. Sie gehen unter anderem nach Los Angeles, Washington, Kroatien. 40 Bestellungen müssen aktuell noch in den Versand. „Das Packen ist meine Aufgabe“, so Hajek, „Wir haben das ganze Obergeschoss für den Versand ausgebaut. Ab Ende November gehen bei uns regelmäßig Großbestellungen ein von Unternehmen, die sie an Kunden oder Mitarbeiter verschenken wollen.“ Knapp zwei Tonnen Baumkuchen werden dann monatlich produziert.

Auch das ist eine Aufgabe für Konditoren, auch für angehende, wie Johanna Galle bestätigt. „Das Backen übernimmt der Altmeister, ich darf die Massen mit anrühren, also den Teig, Butter und Eier aufschlagen.“ Das braucht ein gutes Händchen, gibt sie zu. „Man muss schon den richtigen Moment abpassen, wann alles richtig und gut aufgeschlagen ist. Da gehört viel Übung dazu“, sagt sie und sieht sich selbst „noch in der Übungsphase“.