| 15:24 Uhr

BTU
3,5 Millionen für digitale Kompetenz

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Cottbus ist eins von 20 in Deutschland.
Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Cottbus ist eins von 20 in Deutschland. FOTO: BTU/Denny Thimm
Cottbus. An der BTU gibt es künftig eine Einrichtung, die Klein- und Mittelständler den Weg durch das digitale Dickicht erleichtern soll. Von Daniel Schauff

„Der Begriff Digitalisierung bezeichnet allgemein die Veränderungen von Prozessen, Objekten und Ereignissen, die bei einer zunehmenden Nutzung digitaler Geräte erfolgt.“ Wikipedia weiß Bescheid – hilft aber auch nicht wirklich weiter. Vor allem nicht bei der Frage, was die Digitalisierung nun für diejenigen bedeutet, die mit ihr klarkommen müssen.

Dem Mittelstand will der Bund dabei schon mal unter die Arme greifen – unter anderem mit einer ordentlichen Stange Geld. 20 „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren“ gibt es mittlerweile genau dafür in Deutschland. Eins davon steht bald in Cottbus. Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gibt’s das Geld dafür. Immerhin 3,5 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren. Angesiedelt ist das Zentrum, in dem künftig klein- und mittelstädische Unternehmen ihre digitalen Kompetenzen steigern können sollen, an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), genauer: am Lehrstuhl für Automatisierungstechnik. Anfang 2018 soll die Auftaktveranstaltung steigen. Und dann?

Die Digitalisierung ist notwendig, um konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt zu bleiben – das ist ganz grob gefasst eine These in einer Studie der Agiplan GmbH, der Zenit GmbH und des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium. Und: Bis der deutsche Mittelstand die Möglichkeiten der Digitalisierung tatsächlich ausnutzt, ist es noch ein langer Weg. Das künftige Kompetenzzentrum soll eine Art Reisebüro werden, bei dem sich Klein- und Mittelständler die Route zur Digitalisierung planen lassen können. An Kompetenz mangelt es nicht – als Kooperationspartner listet die Initiative „Mittelstand 4.0“ neben der BTU die Technische Hochschule Wildau, die Hochschule in Eberswalde, das Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) der Leibniz-Gemeinschaft in Frankfurt (Oder) und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus auf.

Letztere hat sich das Thema Digitalisierung bereits auf die Fahnen geschrieben. Am Donnerstag, 30. November, gibt es nicht nur Informationen zur Digitalisierung, sondern auch Beispiele aus der Region, kündigt IHK-Sprecherin Brigitte Heinze an. Außerdem verspricht sie einen Überblick zu Fördermöglichkeiten, möglichen Partnern und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen. Gute Nachricht für digitalisierungswillige Klein- und Mittelständler: Die Angebote des Kompetenzzentrums – darunter Infomaterial, Unternehmenssprechstunden und -besuche, Lernpartnerschaften und Projektbegleitungen – sind durch die Förderung des Bundes für die Unternehmer kostenfrei.

Informationen von der IHK

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus lädt am 30. November (10 bis 14 Uhr) zur Informationsveranstaltung „Digitalisierung als Herausforderung für die Personalarbeit – Arbeit 4.0“. Anmeldungen: Heidi Bahr, bahr@cottbus.ihk.de oder telefonisch unter 0355 3651401.