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| 17:32 Uhr

Wahl zur Miss Germany: Spieglein: Spieglein, an der Wand
Wird eine Cottbuserin schönste Frau im Land?

 Nach Miss Brandenburg will Marie Charlott Köhler jetzt auch Miss Germany werden.
Nach Miss Brandenburg will Marie Charlott Köhler jetzt auch Miss Germany werden. FOTO: Tino Schulz
Cottbus. Die 20-jährige Marie-Charlott Köhler vertritt Brandenburg bei der Wahl zur Miss Germany 2019. Von Julian Münz

Marie-Charlott Köhler ist gerade ständig auf Achse. Seit zweitem Februar ist die Cottbuserin, die im November zur neuen Miss Brandenburg gekürt wurde, nicht mehr in ihrer Heimat gewesen. Stattdessen tourt die 20-Jährige zurzeit mit ihren 15 Konkurrentinnen um die Krone der Miss Germany 2019 zu verschiedenen Auftrittsorten. Neben einem Besuch des Finalorts im Europapark Rust ging es für die schönsten Frauen des Landes auch für eine Woche auf die Kanareninsel Fuerteventura.

Täglich Foto-Shootings und Workshops hätten  dort auf dem Programm gestanden, erzählt die diesjährige Miss Brandenburg. Die Missen lernten dabei Neues über das Styling, das Auftreten sowie den Umgang mit den Medien. Besonderen Eindruck hat bei Marie-Charlott Köhler aber der Personality-Workshop mit Jurymitglied Nikeata Thompson hinterlassen. Viele persönliche Dinge habe die Profitänzerin aus den Teilnehmerinnen herausgekitzelt. „Es sind auch Tränen geflossen“, berichtet Köhler.

 Die 16 Kandidatinnen zur Wahl der "Miss Germany 2019" stehen nach einer Pressekonferenz zu einem Gruppenfoto zusammen.
Die 16 Kandidatinnen zur Wahl der "Miss Germany 2019" stehen nach einer Pressekonferenz zu einem Gruppenfoto zusammen. FOTO: dpa / Patrick Seeger

„Jetzt stehen erstmal viele Proben an“, erzählt die 20-Jährige über die Woche vor dem großen Finale. Am 23. Februar stellen sich die 16 Bundesländer-Missen dann dem Publikum und einer vierköpfigen Jury, zu der neben Nikeata Thompson auch Sängerin Sarah Lombardi, Make-Up-Artist Boris Entrup und der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach gehören.

Wahl zur Miss Brandenburg FOTO: Tino Schulz

Mehr als Fleischbeschau

Wie bei den vorherigen Wettbewerben, die in Brandenburg etwa im TKC-Einkaufszentrum in Cottbus stattfanden, besteht auch das Miss-Germany-Finale aus mehreren Laufstegauftritten und Interviews, in denen die Teilnehmerinnen etwa ihre Hobbys vorstellen. Um die erste Runde des Wettbewerbs zu überstehen,  müssen die Frauen sich beim Finale aber auch in einem selbst gedrehten Video vorstellen. Die Miss Brandenburg möchte hier mit persönlichen Eindrücken aus ihrer Heimat Cottbus überzeugen: „Ich stelle mein Zuhause, meine Familie und meinen Arbeitsplatz vor“, erzählt die 20-Jährige. Auch das Publikum kann den Ausgang des Finales mit einem Online-Voting beeinflussen. „Ich hoffe, dass mich dabei möglichst viele Lausitzer unterstützen“, so Marie-Charlott Köhler.

 Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Als Miss Brandenburg nahm Marie-Charlott Köhler (20) am Missen-Camp auf Fuerteventura teil.
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Als Miss Brandenburg nahm Marie-Charlott Köhler (20) am Missen-Camp auf Fuerteventura teil. FOTO: LR / Marcus Schröpfer

Eine Premiere bei der Miss-Germany-Wahl ist auch, dass die Frauen beim Gang über den Laufsteg erstmals nicht im Bikini auftreten müssen. „Das finde ich ganz gut“, bewertet Köhler die Abschaffung des Durchgangs, der früher auch unter den Begriff „Fleischbeschau“ bekannt war. „So wird die Sache nicht so primitiv behandelt.“ Das Aussehen, meint Köhler, spiele bei dem Wettbewerb zwar eine Rolle, entscheidend für den Ausgang seien aber Ausstrahlung und Charakter der Teilnehmerinnen.

Kein Titel seit 28 Jahren

Mit dem Gewinn des Wettbewerbs würde die Cottbuserin eine lange Durststrecke ihres Bundeslandes beenden. Denn das letzte Mal, dass eine Brandenburgerin sich den Miss-Germany-Titel sichern konnte, liegt bereits 28 Jahre zurück. Die damalige Siegerin Leticia Koffke war in den Wettbewerb sogar noch als Miss DDR angetreten.

„Ich denke schon, dass ich gute Chancen habe, sonst wäre ich ja auch nicht hier“, ist sich Marie-Charlott Köhler sicher. „Ich habe auch schon ein wenig Erfahrung und weiß mich zu artikulieren“, so die hauptberufliche Radiomoderatorin.

Letztendlich sei zwar die Erfahrung an sich schon ein großer Gewinn. Ehrgeiz zeigt Köhler aber trotzdem: „In der ersten Runde ausscheiden möchte ich auf keinen Fall“, sagt die Cottbuserin.

Familie ist dabei

Enge Familienmitglieder und Freunde seien beim Miss-Germany-Finale im Europapark Rust im Publikum vertreten, verrät Marie-Charlott Köhler. „Mit ihnen fliege ich dann auch direkt nach dem Finale nach Berlin und von da zurück nach Cottbus.“ In der Lausitz wird sie ab Anfang März wieder ihren eigentlichen Beruf als Radiomoderatorin ausüben. „Es wird komisch sein, in den Alltag zurückzukehren“, vermutet Marie-Charlott Köhler jetzt schon. Trotzdem freut sie sich darauf, ihre Familie und ihre Heimatstadt wiederzusehen. Und auch ihre Model-Karriere möchte sie – wenn auch nur als Hobby – nach dem Finale gerne weiterverfolgen.

Wie wird man Miss Brandenburg? Marie-Charlott Köhler im RUNDSCHAU-Interview