| 02:33 Uhr

"Wir wollen Fröhlichkeit verbreiten"

Maximilian Stimmer (r) und Peter Pietrasch werkeln am Prunkwagen des Vereins Cottbuser Karneval.
Maximilian Stimmer (r) und Peter Pietrasch werkeln am Prunkwagen des Vereins Cottbuser Karneval. FOTO: Marion Hirche/jul1
Cottbus. (jul1) Es sind noch drei Wochen Zeit, doch schon jetzt stecken die Karnevalisten mitten in den Vorbereitungen für den Zug der fröhlichen Leute am 26. Februar.

Für den Verein Cottbuser Karneval (VCK) ist die Arbeits-Liste lang. Peter Pietrasch gehört zum Elferrat und ist beim VCK der Zugverantwortliche. Er freut sich: "Am Donnerstag waren wir mit unserem Hänger beim Tüv und haben das begehrte Siegel bekommen." Samstag trafen sich die Wagenbau-Experten. "Den Wagen haben wir seit 2015. Wir haben ihn gekauft und auf Vordermann gebracht. Jedes Gerüst, jede Diele, jeder Holzkasten - alles haben wir erneuert." Sogar einen Kasten unter den Dielen für das Wurfmaterial gibt es beim Elferratswagen.

Lediglich die gestalteten Wände haben die Karnevalisten nicht selber gemacht: Logo und Funkenmariechen wurden von Dirk Hiekel und Andy Raitz auf die Platten gesprayt. VCK-Vize Maximilian Stimmer erklärt: "Wir haben an den Auflieger noch eine Plattform angebaut. Damit kommen wir besser auf den Wagen und wir haben Platz für das Notstromaggregat. Auf diese Weise wird niemand von den Abgasen beeinträchtigt. Nach den jüngsten Ereignissen ist Sicherheit wichtiger denn je." Am Samstag schweißten die Männer eine Ecke an die neue Plattform. Bei dieser Arbeit setzen die VCKler auf Janos Mankovics. Er scheute sich nicht, sich auf den eiskalten Boden der Fahrzeughalle zu legen, um das Gestänge zusammenzufügen.

Derweil ordneten die anderen beiden die Kabel und Regale auf dem Wagen. "Der Wagen wird von einem Traktor gezogen, für den wir noch eine Ummantelung bauen müssen", erklärt der Vize. Peter Pietrasch erläutert, warum der VCK mit dem Elferratswagen kein politisches Thema aufgreift: "Ich war damals dabei, als es den ersten Karnevalsumzug nach der Wende in Cottbus gab. Damals wollten wir tatsächlich nur einen Zug der fröhlichen Leute gestalten, um eine möglichst breite Beteiligung zu finden. Wir wollen mit unserem Wagen noch heute Freude und Frohsinn verbreiten. Wer sich politisch kritisch äußern will, der kann das ja auch."