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Döbbrick
Gemütlichkeit nach Scheegestöber

Dagmar Pfeifer fand den Markt, der quasi vor der Haustür stattfand, rundum gelungen: „Alles ist so heimelig, regelrecht kuschelig, eine ideale Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Und eben für uns Döbbricker ganz einfach und schnell erreichbar!“
Dagmar Pfeifer fand den Markt, der quasi vor der Haustür stattfand, rundum gelungen: „Alles ist so heimelig, regelrecht kuschelig, eine ideale Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Und eben für uns Döbbricker ganz einfach und schnell erreichbar!“ FOTO: Georg Zielonkowski
Döbbrick. Winterwetter fordert Aufbauhelfer vom Döbbricker Weihnachtsmarkt heraus. Von Georg Zielonkowski

In Gefahr geraten ist die Durchführung des dritten Weihnachtsmarktes zwar nicht, als am Samstagvormittag Frau Holle jede Menge ihre Riesenflocken über Döbbrick ausschüttete. Für den Aufbau der Stände und Zelte hätte man sich allerdings schon etwas bessere Bedingungen gewünscht, wie Chef-Organisatorin Kati Krause zugab: „Diese Masse an Schnee, dazu der stürmische Wind, da mussten alle Helfer schon richtig anpacken. Aber ganz viele Helfer vom VfB, der Jugend, sowie vom Heimatverein und dem Country-Club haben spontan und ganz großartig reagiert und ohne Klagen den Schnee weggeräumt, die Zelte aufgebaut und die Lichterketten angebracht. Und dabei hat niemand den Humor verloren, so war es für alle erträglich und alle haben sich schon auf den Nachmittag gefreut.“

Der dann erneut zu einem Erfolg werden sollte. Hatten sich doch im Vorfeld schon viele Vereine und Einzelpersonen gemeldet, um mit ihren Ideen und Leistungen den Markt zu einem bunten Bild zu führen. Nicht etwa nur Döbbricker haben sich in den vorweihnachtlichen Dienst gestellt. Gabi Heinecke aus Kunersdorf bereicherte mit ihren Bastelarbeiten den Markt genauso, wie die gebürtige Döbbrickerin Christel Ihlo, die früher Kaspar hieß: „Ich bin hier zwar aufgewachsen, dann aber vor 55 Jahren mit meinem Mann zu ihm nach Forst gezogen. Aber wenn in meiner Heimat was los ist, komme ich immer gern zurück.“ Die 74-jährige hat fast ein ganzes Jahr Wollwaren hergestellt, die sie an einem Stand auf dem Sportplatzgelände präsentierte. Während einige Männer witzelten, dass für die vielen Mützen und Kissen bestimmt ganz viele Schafe ihr Fell lassen mussten, wurde von anderen Besuchern bedauert, dass die 20 Paar Schafwollsocken schon in der ersten Stunde ausverkauft waren. Alternativ wechselte daher eine der 40 Pudelmützen ihren Besitzer.

Einen wichtigen Teil zum großen Erfolg des Weihnachtsmarktes trug erneut der Heimatverein bei. Die Vorsitzende Irene Nowka konnte zufrieden feststellen, dass einige Verbesserungs-Vorschläge ihre Früchte getragen haben. „Zum Beispiel hatte ich als gelernte Kindergärtnerin vorgeschlagen, dass der Weihnachtsmann nicht nur umherlaufen sollte, sondern er die Kinder zu sich auf die Bühne bitten müsste. Denn wenn ein Kind hinauf zum Weihnachtsmann gehen muss, nimmt die Achtung und der Respekt vor dem Mann mit dem roten Mantel unglaublich zu.“

Auch 2017 hatte der Döbbricker Sportverein die Gesamtleitung des Weihnachtsmarktes inne. So waren an einigen Ständen die Aktiven und Vorstandsmitglieder selbst damit beschäftigt, ihre Gästen preiswert mit Glühwein, Gebratenem und Gebackenem zu versorgen. So konnten sich auch zwei Männer der Cottbuser Sportprominenz am heißen Getränk erwärmen. In Döbbrick zu Hause ist Georg Kapplinghaus, seines Zeichens Vizepräsident beim FC Energie. Der nach dem erfolgreichen Spiel gegen Neustrelitz direkt vom Stadion auf den heimatlichen Markt fuhr und seinen Chef gleich mitbrachte. „Der Cottbuser Weihnachtsmarkt ist sicher auch schön. Hier aber läuft alles so ruhig und entspannt ab“, so Energie-Präsident Michael Wahlich.