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| 11:57 Uhr

Wintersport-Verbot in Branitz erhitzt die Gemüter

Obwohl Hinweisschilder am Ufer des Pyramidensees darauf hinweisen, das das Betreten der Eisfkaechen nicht gestattet ist, sind dennoch Schlittschuhlauefer auf den Eisflaechen zu finden.
Obwohl Hinweisschilder am Ufer des Pyramidensees darauf hinweisen, das das Betreten der Eisfkaechen nicht gestattet ist, sind dennoch Schlittschuhlauefer auf den Eisflaechen zu finden. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Während die Wintersportler in Cottbus gute Bedingungen vorfinden wie schon lange nicht mehr, erhitzt das Eislauf- und Rodel-Verbot im Branitzer Park die Gemüter. Vor allem am Wochenende tummeln sich Eisläufer auf dem Schlosssee. Branitzer Stiftung und städtische Ordnungshüter drängen dagegen auf die Einhaltung der Park- und Stadtordnung, nach der beides im Park untersagt ist. Die RUNDSCHAU beleuchtet drei Standpunkte. Von Ulrike Elsner, Adelheid Floß und Jürgen Becker

„Ich habe selbst noch erlebt, wie der frühere Cottbuser Gartendirektor Joachim Scherzer vor der Pyramide Schnee geräumt hat, damit die Eisläufer freie Bahn hatten. Daran denken die Leute wahrscheinlich zurück“, sagt der Cottbuser Landschaftsarchitekt Helmut Rippl. Er selbst sehe die Wintersportler im Park „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“. Das Rodeln an der Landpyramide habe wegen der dadurch entstandenden Schäden unterbunden werden müssen. „Aber das Eislaufen?“, fragt Rippl. „Wenn nur 50 Leute kommen, halte ich das für vertretbar. Aber 500 Menschen auf den Banitzer Seen – das wäre schlimm.“ So hätte es auch Fürst Hermann von Pückler-Muskau gesehen, ist der ausgewiesene Pückler-Kenner überzeugt. „Wahrscheinlich hätte Fürst Pückler einige Schlittschuhläufer auf seinem See sogar als belebend für das Parkbild betrachtet“, sagt Helmut Rippl, der lange als Berater in Branitz tätig gewesen ist.