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Willmersdorfs neue gute Stube

Hereinspaziert: Die Willmersdorfer Ortsbürgermeisterin Anke Schulz lädt ins neue Gemeindezentrum ein.
Hereinspaziert: Die Willmersdorfer Ortsbürgermeisterin Anke Schulz lädt ins neue Gemeindezentrum ein. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Willmersdorf. Die Willmersdorfer feiern sehr gern, dies wird an den regelmäßig wiederkehrenden Dorf-, Sport- und Kinderfesten immer wieder deutlich. Erst recht kommen die Einwohner bestens gelaunt daher, wenn durch ihre Eigeninitiative Dinge auf den Weg und später zur Vollendung gebracht wurden. Georg Zielonkowski / ski1

Wie am Sonntag erlebt bei der Übergabe ihres Gemeindezentrums. "Wir haben 2013 ein Formular in die Hände bekommen, mit dem man beim Land Brandenburg eine Förderung für Umbaumaßnahmen an örtlichen Bauten beantragen konnte", erinnert sich Ortsbürgermeisterin Anke Schulz. Zwar gab es diese Förderung nicht mehr, doch ein alternatives Programm sah ebenso erfolgversprechend aus. Gut, dass man damals so unnachgiebig um die neue Förderung gekämpft hatte. "Später wurde mir allerdings mehrfach gesagt, dass die Stadt Cottbus, zu der wir ja nun mal gehören, den erforderlichen Eigenanteil von weit über 100 000 Euro heute beileibe nicht mehr realisieren könnte. Wir sind also gerade noch so aufgesprungen und hatten ganz viel Glück dabei", freut sich die Ortschefin.

Die aber vehement darauf verweist, dass sich viele Bürger während vor und während der Bauphase helfend eingeklinkt haben. So sind nunmehr alle Nutzer stolz auf das gemeinsam Geschaffene. Schmuck sieht es aus, das renovierte Gebäude, in dem die Volkssolidarität für die älteren und die Kita für die ganz jungen Willmersdorfer nun beste Bedingungen haben. Auch die Feuerwehr, der Jugendclub und die Sportfrauen kommen in den Genuss des rekonstruierten Gebäudes. Der früher sehr kleine Raum, in dem sich die Frauen des Ortsteils allwöchentlich zur Gymnastik-Stunde trafen, ist einem großen Tanz- und Spielraum gewichen.

Wurde in den vergangenen Jahren manch undichtes Fenster in aller Not zugenagelt, so werden die Nutzer heute in hellen, freundlichen und mit einer neuen Heizanlage versehenen Räumen empfangen. "So richtig genial ist auch das Vordach mit 65 Quadratmetern. So müssen wir künftig für unseren Weihnachtsmarkt keine Zelte mehr aufbauen und können unter dem Dach schön feiern", so Anke Schulz.

Die kurz vor dem Eröffnungsfest allerdings einen kleinen Schock bekam, als sie bei einem ihrer regelmäßigen Kontrollgänge am Objekt eine frisch geputzte und gestrichene Außenwand voller Schmierereien sah. Doch konnte dieser böse Streich, dessen Urheber bislang unbekannt blieben, mit Hilfe der Handwerker pünktlich zur Eröffnung korrigiert werden.