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Willmersdorfer bereiten sich auf Cottbuser Ostseezeit vor

Die Willmersdorfer empfangen die Jury des Dorfwettbewerbs vor dem sanierten Gemeindezentrum mit Brot und Salz.
Die Willmersdorfer empfangen die Jury des Dorfwettbewerbs vor dem sanierten Gemeindezentrum mit Brot und Salz. FOTO: Elsner
Cottbus. Mit Brot und Salz haben die Willmersdorfer gestern die Jury des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" in ihrem frisch sanierten Gemeindezentrum empfangen. Neben Feuerwehr und Sportraum beherbergt das Gebäude den Jugendklub, die Volkssolidarität und die Bibliothek. Ulrike Elsner

"Die Willmersdorfer haben das Projekt mit Eigenleistungen im Wert von 27 500 Euro unterstützt", berichtet Frank Ebert-Herzog vom Ortsbeirat.

Die Gäste erfahren, dass die Einwohnerzahl kürzlich die 600er-Marke überschritten hat. Und die Nachfrage nach Baugrund steigt weiter. Über diese Entwicklung freut sich auch Ortsbürgermeisterin Anke Schulz. Sie sagt: "Junge Familien bringen neuen Schwung." Der Kindergarten mit 23 Plätzen ist voll ausgelastet. Auch die acht Vereine im Ortsteil engagieren sich für den Nachwuchs. Wie Marco Schröder vom Ortsbeirat verrät, sind die jüngsten Fußballer der SG Willmersdorf gerade mal vier Jahre alt. Auch die anderen Vereine engagieren sich in der Nachwuchsarbeit. "Es geht darum, die Jugendlichen an ihren Heimatort zu binden", stellt Frank Ebert-Herzog klar.

Dass sich die Willmersdorfer wohlfühlen können in ihrem Ortsteil, dazu hat neben dem renovierten Gemeindezentrum die neue Lärmschutzwand an der Bundesstraße 168 genauso beigetragen wie der künstlich angelegte Rodelberg, der sanierte Kindergarten und der neue Sportplatz. Die nächsten Vorhaben zielen vor allem auf eine gute Anbindung des Dorfes an den Cottbuser Ostsee.

"Wir arbeiten an Geh- und Radwegen und an einem Fitnessparcours", berichtet Frank Ebert-Herzog. Außerdem sei eine Brücke über den Hammergraben geplant. Wichtigstes Ziel ist aber, wie Anke Schulz betont, eine sichere Überquerung der Bundesstraße für Radfahrer und Fußgänger.

Trotz Nieselregens gelingt es dem Ostseebeauftragten Hubert Mader am Aussichtspunkt Lakoma, die Vision einer attraktiven Bergbaufolgelandschaft lebendig werden zu lassen. Spätestens im November 2018 sollen hier die Erdarbeiten abgeschlossen sein, sagt Mader.

Die Jury wirft noch einen Blick hinüber zum Neuendorfer Strand, um dann in den 88 Jahre alten Postbus von Dr. Ernst-Peter Kühn zu steigen. Sein Weg führt vorbei am Haflingerhof von Toni Brase, am Weiher Gatki mit seinen Laubfröschen und Rotbauchunken, an der Kirche, die gerade eine neue Heizung erhalten hat, und am Möbelhaus Höffner, das größte der 14 Willmersdorfer Unternehmen.