Wilhelm Flemming gestorben, dem die Stadt zahlreiche Bauten der Nachkriegszeit zu verdanken hat. Der am 30. August 1910 geborene Sohn eines Cottbuser Maurerpoliers nahm eine Lehre bei der Cottbuser Baufirma Pabel auf und studierte an der Hochschule für Baukunst in Weimar. Nach Arbeiten in Entwurfsbüros in Kiel und Berlin war er im Jahr 1935 beteiligt an der Planung des Olympischen Dorfes der Spiele im Jahr 1936. Im Jahr 1942 zog ihn die Wehrmacht ein, er geriet in amerikanische Gefangenschaft. Im Jahr 1948 kehrte er nach Cottbus zurück und arbeitete als Entwurfsarchitekt bei der Bauverwaltung Cottbus. Im Jahr 1952 leitete er das Stadtplanungsamt Cottbus, bevor ihn 1954 das Projektierungsbüro des Landes Brandenburg als Leiter von deren Außenstelle Cottbus berief. In dem Jahr war er zugleich Projektierungsleiter für den Aufbau der Neustadt Hoyerswerda im Bezirk Cottbus. Die Stadt verdankt ihm die ersten Planungen von Wohnungsbauten in der Spremberger und der Dresdener Straße sowie in Sandow. Flemming arbeitete an den Entwürfen für das Max-Reimann-Stadion, den Neubau der Post, der Fachschule für Bauwesen in der Sielower Straße und am Schwimmstadion "Friedrich Ludwig Jahn" in der Sielower Landstraße, dem Vorgänger der heutigen "Lagune". Er wurde zum Cottbuser Bezirksarchitekten und zum Professor an der neu gegründeten Hochschule für Bauwesen berufen. In den Jahren 1961 bis 1975 wirkte er als Professor am Lehrstuhl für Wohnungs- und Gesellschaftsbau an der Hochschule für Bauwesen Leipzig. hhk