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| 01:27 Uhr

Wilhelm Bähro

Cottbus.. Vor zwanzig Jahren, am 26. August 1988, ist in Cottbus der Lehrer und Schriftsteller Wilhelm Bähro gestorben. Als Sohn einer wendischen Kleinbauernfamilie wurde Wylem Bjero am 4. September 1902 in Drewitz geboren und besuchte dort und in Peitz die Volksschule.

Im Jahr 1916 bezog er das Lehrerseminar Neuzelle. Die 20er- und 30er-Jahre hielten viele Tätigkeiten für ihn bereit, immer mit der drohenden Arbeitslosigkeit im Nacken: Er war Bauarbeiter, Eisenbahner, Buchhalter, Schreiber, Lehrer in Burg und Buckow, Redakteur und Gemeindesekretär. Im Jahr 1945 wurde er erneut Lehrer in der Spreewaldgemeinde Burg. 22 Jahre lang, von 1955 bis 1977, hatte er die Verantwortung als Redakteur der niedersorbischen Wochenzeitung "Nowy Casnik" (Neue Zeitung) zu tragen und war seit 1952 Vorsitzender der Vereinigung sorbischer Spreewaldfischer.
Im Jahr 1957 wurde Bähro in den Bundesvorstand der Domowina gewählt. Er schrieb die Erzählungen "Grenze", "Das Dorf am Waldrand" (1959), "Am Kalpentz-See", "Die grausame Strafe" (1977) und "Der Frosch am Haken (2002), die alle in wendischer Sprache gedruckt wurden. Im Jahr 1961 erhielt er den Literaturpreis der Domowina.
Das Grab von Wilhelm Bähro befindet sich auf dem Südfriedhof. (wm/hhk)