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| 09:04 Uhr

Feuer und Polizei im Einsatz
Wieder Chemikalien-Behälter in Cottbus aufgetaucht

Solche Behälter wurden in der vergangenen Woche an fünf Stellen in Cottbus deponiert.
Solche Behälter wurden in der vergangenen Woche an fünf Stellen in Cottbus deponiert. FOTO: LR / Harald Pleß
Cottbus. Die Serie der geheimnisvollen Chemikalien-Behälter die in Cottbus auftauchen geht weiter. Am Montagmorgen musste die Feuerwehr erneut Behälter mit Hyfax 5 sichern, diesmal in Sandow. Die Quelle ist weiter unbekannt. Von Bodo Baumert

Für die Cottbuser Feuerwehr wird es langsam zur Routine. Am Montagmorgen wurde sie gegen 8.45 Uhr erneut zu einem Einsatz „Gefahrgut-Klein“ gerufen. Nach Auskunft der Leitstelle Lausitz handelt es sich um den gleichen Anlass wie bereits in der Vorwoche. Wieder wurden Behälter mit einer Chemikalie gefunden. Es soll sich wieder um Hyfax 5 handeln.

Diesmal standen die Behälter auf einem Parkplatz in der Holbeinstraße in Cottbus-Sandow. Polizei und Umweltamt wurden verständigt, die Fundstelle abgesperrt. Spezialisten werden die Behälter nun einsammeln und für die Vernichtung durch eine Spezialfirma vorbereiten.

In der vergangenen Woche hatte es insgesamt sechs Funde solcher Behälter gegeben. Auch vor den Briefkästen der Lausitzer Rundschau waren Behälter abgestellt worden. Ein Lagerraum im Ortsteil Branitz war schließlich als Quelle der Dosen ermittelt worden. Wie die Staatsanwaltschaft auf RUNDSCHAU-Nachfrage bestätigte, wurde das Depot geräumt. Ob der erneute Fund auch aus dieser Quelle stammt, muss nun ermittelt werden.

Das Reinigungsmittel Hyfax 5 für Scheiben, das zu DDR-Zeiten etwa in Gewächshäusern verwendet wurde, ist nach Auskunft der Feuerwehr im festen Zustand weitgehend ungefährlich, sobald es aber in Kontakt mit Wasser kommt, wird es hochgradig ätzend. Der chemisch als Ammoniumhydrogendifluorid bezeichnete Stoff ätzt Glas. Es wird in der Erdölindustrie verwendet, um sich durch Granitschichten zu arbeiten. Zudem wird er industriell zur Fleckenentfernung genutzt.