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Wie Hobbygärtner in die Saison starten

Andreas Raunick und Zierpflanzengärtnerin Bettina Jahncke sortieren Stiefmütterchen und Hornveilchen für den Verkauf.
Andreas Raunick und Zierpflanzengärtnerin Bettina Jahncke sortieren Stiefmütterchen und Hornveilchen für den Verkauf. FOTO: Elsner
Cottbus Dieses Wochenende gehört den Balkon- und Kleingärtnern. Andreas Raunick, Inhaber der Gärtnerei und Blumenhaus A. Ulrike Elsner

Raunick in der Kolkwitzer Straße, beruhigt alle, die bisher noch abgewartet haben. Es ist noch nicht zu spät fürs Umgraben, Düngen und Pflanzen. Und für manche Arbeiten ist es sogar noch zu früh.

Was genau muss jetzt getan werden? Der Techniker für Landbau schwört aufs Umgraben, und er schwört auf Dung. So wird der Boden optimal auf die Saison vorbereitet. Kuhmist-Pellets eignen sich zwar gut als Beigabe beim Pflanzen, und Hornspäne sind ein vorzüglicher Langzeitdünger, aber ein gleichwertiger Ersatz für eine Fuhre abgelagerten Dung vom Bauern sind sie nicht.

Das Düngen bleibt übrigens ebenso wie das Gießen und Unkrautjäten für den Gärtner eine Jahresaufgabe. "Ab Mai sollte aller vier Wochen nachgedüngt werden", rät Andreas Raunick.

Auch Salat und Kohlrabi können jetzt bereits gepflanzt werden. Dazu bedarf es nicht einmal eines Gewächshauses. "Eine Pflanzenschutzhaube genügt, wenn es nachts kalt wird", ist sich der Gärtner sicher. Ab Anfang April können bereits Tomaten und Gurken ins Gewächshaus. Bei einem kleineren Haus ist nach den Worten des Fachmanns sogar eine Kombination von beidem möglich. "Dann sollten die Gurken aber hinten und die Tomaten am Eingang stehen, denn die brauchen Bewegung", sagt Raunick.

Was jetzt noch erledigt werden muss, ist der Rückschnitt von Stauden und blühenden Sträuchern. Mit den Rosen sollte der Gärtner allerdings noch ein wenig warten. Die sind erst an der Reihe, wenn die Forsythia blüht.

Anfängern rät der Fachmann zum Anbau von Salat, Kohlrabi, Radieschen und Zwiebeln. Auch Tomaten sind eigentlich unproblematisch, wenn Sorten wie Previa und Philovita gewählt werden, die gegen Braunfäule unempfindlich sind.

Im Ziergarten schwört Andreas Raunick auf Stauden. Entscheidend für die Auswahl ist der Standort. Sonnenanbeter würden im Schatten verkümmern und Schattenpflanzen in der Sonne vertrocknen. Auch die Wuchshöhe ist zu beachten, damit nichts verdeckt wird. "Der Rest ist Geschmackssache", sagt Raunick. Apropos Geschmack: Der ist ja stetigen Wandlungen unterworfen. Zurzeit finden Alpenveilchen gerade neue Liebhaber. Das freut den Spezialisten, der eine große Vielfalt davon anzubieten hat. Allerdings ist die Alpenveilchenzeit gerade vorbei. Die Tomatenzeit aber fängt gerade an. Andreas Raunick und sein Team haben an die 50 Sorten unter Glas.