Von Marion Hirche

Die Meisterschaften der Feuerwehr der Stadt Drebkau haben am Sonnabend in Casel stattgefunden. Fünf der neun Drebkauer Ortsteile schickten ihre besten Floriansjünger bei den Mannschaften der Kinder, Jugend und Männer an den Start.

Der Nachwuchs von Greifenhain stärkte sich vor dem Wettkampf erstmal mit leckerem Schokokuchen, den einer der Mamas für alle gebacken hatte. Jessica Schöps und Antje Raschick kümmerten sich um den Greifenhainer Feuerwehrnachwuchs, genau wie alle zwei Wochen freitags, wenn sich die Fünf- bis 17-Jährigen mit ihnen zur Ausbildung treffen. „Wir fangen mit den Kleinen an und machen dann mit den Jugendlichen weiter. Wir haben jetzt eine altersmäßige Trennung vollzogen, weil das Verständnis unterschiedlich ist und die Anfangs-Feuerwehrleute ja noch nicht so viel wissen müssen wie die baldigen Einsatzkräfte“, erklärte Antje Raschick. Dann schickte sie ihre fünf Mitglieder der 5 mal 80 Meter-Staffel in der Altersklasse von zehn bis 14 Jahren an den Start. Die Mädchen und Jungen mussten Hindernisse überwinden wie einen Balken und ein Fenster, sie mussten eine Feuerschale löschen und dann den Staffelstab um die Wette ins Ziel tragen. Der kleine Milo hatte dabei eine richtige Feuerwehrmannaufgabe: Mit Unterstützung von Antje löschte er die Feuerschale. Das machte er schnell und gut. „Feuerwehr macht einfach Spaß, da kann man viel lernen“, erklärte der Sechsjährige, als er den Stab an den Zielläufer weiter gegeben hatte.

Freunde bei der Feuerwehr

Für diese Aussage gab es Zustimmung auch von den Greifenhainer Feuerwehrfrischlingen Lea und Liesbeth. Die beiden Mädchen sind erst seit kurzem bei der „Truppe“ und zählen erst fünf Jahre. Die 13-jährige Angelina Just untermalte dieses Motiv noch: „Bei der Feuerwehr sind meine Freunde, und da ist es doch immer schön, wenn man was zusammen machen kann.“

Marlon Winter hat auch schon zwei Jahre Feuerwehrerfahrungen gesammelt. Der Achtjährige sagte: „ Ich finde es gut, wenn man hier lernt, wie man anderen helfen kann.“ Am Ende hatten die 23 Nachwuchskameraden aus Greifenhain gemeinsam mit ihren Trainern viel Grund zum Jubeln: Sowohl in der Gruppen- als auch in der Feuerwehrstafette hatten sie die Nase vorn und holten sich den Siegerpokal.

Dank des Bürgermeisters

Bei den Männern waren Teams aus Casel, Schorbus, Siewisch, Greifenhain und Drebkau am Start. Bürgermeister Paul Köhne erneuerte sein Dankeschön vom Frühjahrsempfang an die Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr.

In der Stadt Drebkau gibt es 160 aktive Floriansjünger, 100 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen und rund 60  Angehörige der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Unter den Augen der Ortsvorsteher und von Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger absolvierten alle fünf Teams den Löschangriff Nass entsprechend der Wettkampfvorschriften zwei Mal. Sie erlebten sehr kameradschaftliche Auseinandersetzungen. Als eine Motorpumpe schlapp machte, wurde diese kurzerhand durch eine andere ersetzt. Gemeinsam machten sich die Teilnehmer an die Fehlersuche beim defekten Gerät. Christian Raschick, Joachim Ketzmar und Tino Weber einte das Tüfteln: Das Beschäftigen mit neuer und auch nicht mehr ganz moderner Technik macht nach ihren Worten Spaß.

Zusammenhalt im Team

Zu den wenigen Frauen in den Männerseptetts gehörte Vanessa Walther aus Siewisch. Die 18-jährige sagte: „Im Team müssen wir zusammenhalten, Männer und Frauen, genau wie im Einsatz. Mir bereiten die Wettkämpfe immer viel Freude.“ Bei ihrem Löschangriff nass machte Ortsvorsteher Wolfgang Just Fotos: „Wir haben im letzten Jahr erstmals bei unserer Jahresabschlussveranstaltung Fotos von allen Aktionen der letzten zwölf Monate gezeigt, und das kam gut an, deshalb sammle ich jetzt fleißig Motive.“

Im Wettbewerb wurden die Siewischer Dritte. Vor ihnen konnten sich die Schorbuser auf dem Silberrang und die Caseler als Sieger platzieren. „Wir haben einfach fitte Feuerwehrmänner und –frauen und dazu einen viel versprechenden Nachwuchs“, sagte Judith Minks, die Brandschutzbeauftragte der Stadt Drebkau, die das Protokoll mitschrieb.