Die Stadt Cottbus überlegt, ob sie an der bundesweiten Aktion Stadtradeln teilnehmen kann. Einen guten Anreiz gibt es dafür. Das gesteht Sportdezernentin Maren Dieckmann (parteilos) und antwortet auf eine Anfrage der Fraktion Unser Cottbus/FDP.
Demnach hatte die Stadt eigentlich vor, das Stadtradeln bereits im Frühjahr mit dem Cottbuser Frühlingsradeln zu verbinden. Doch dann kam Corona und alle Veranstaltungen wurden abgeblasen.

Cottbus winkt als Anreiz eine kostenlose Radfahrer-Analyse

„Die Stadtverwaltung prüft derzeit, ob eine Teilnahme 2020 noch möglich ist“, erklärt die Dezernentin. Besonders reizvoll sei an der diesjährigen Stadtradel-Aktion, dass teilnehmenden Kommunen eine Radfahreranalyse zur Verfügung gestellt wird – und zwar kostenlos. „Daran haben wir ein großes Interesse. Es wäre eine gute Grundlage für unser Radkonzept.“
Das Stadtradeln ist eine Aktion des Klima-Bündnisses. Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um ein Netzwerk europäischer Kommunen in Partnerschaft mit indigenen Völkern, das lokale Antworten auf den globalen Klimawandel entwickelt.
Die Aktion läuft zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober. Die Aktion findet in den angemeldeten Kommunen dann an 21 aufeinander folgenden Tagen statt. Dabei geht es darum, so viele Menschen wie möglich für das Radfahren zu begeistern.

Luckau und Lübben sind beim Stadtradeln dabei

In der Nachbarschaft von Cottbus nehmen in diesem Jahr die Städte Luckau und Lübben sowie der Landkreis Dahme-Spreewald teil. Die Radel-Aktion lief vom 6. bis 26. Juni. Dabei brachte es Lübben auf genau 2631 Kilometer, Luckau auf 9259 Kilometer, der Landkreis auf 62 546 Kilometer.
In diesem Jahr nehmen bislang fast 1300 Kommunen mit knapp 160 000 Radfahrern teil – darunter sind fast 3400 Parlamentarier. Denn Ziel ist es, vor allem auch die Politiker zu mobilisieren.