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Werbung in eigener Sache

Kommentar. Besucher der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung wundern sich manchmal. Und zwar darüber, dass im Parlament so wenig diskutiert und stattdessen lediglich der Arm zur Abstimmung gehoben wird. Sven Hering

Das ist allerdings ein verzerrtes Bild der kommunalpolitischen Arbeit in Cottbus. Denn die Debatten - manchmal hitzig und auch schon mal stundenlang - werden vor allem in den Fachausschüssen geführt. Doch diese Beratungen finden meist vor leeren Zuschauerplätzen statt. Mit dem Vorstoß, diese Sitzungen zumindest zum Teil künftig auch im Internet zu übertragen, hätten die Volksvertreter gewissermaßen Werbung in eigener Sache machen können. Unter dem Motto: Seht her, liebe Wähler, wir machen uns durchaus Gedanken über die Zukunft der Stadt. Und nicken nicht nur Vorlagen aus dem Rathaus ab. Diese Chance wurde vertan. Das ist bedauerlich. Die gute Nachricht ist: Es wird eine zweite Chance geben.