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| 17:08 Uhr

Cottbus
Wenn die Studienzeit zu Ende geht …

In einem furiosen Konzertabend konnten die japanische Pianistin Nozomi Mizoguchi und der Cottbuser Jannis Ufer (im Bild) Prüfungsgremium und Publikum von ihrem virtuosen Können überzeugen.
In einem furiosen Konzertabend konnten die japanische Pianistin Nozomi Mizoguchi und der Cottbuser Jannis Ufer (im Bild) Prüfungsgremium und Publikum von ihrem virtuosen Können überzeugen. FOTO: Bernd Weinreich
Cottbus. Künftige Musikpädagogen haben in einem Konzert an der BTU ihr Können vorgestellt. Weitere Termine: Sonntag und Dienstag.

Die öffentlichen Prüfungskonzerte von Studenten der BTU in Cottbus, Studiengang Instrumental und Gesangspädagogik, haben bereits Tradition und geben einen überzeugenden Eindruck einer fundierten Ausbildung der zukünftigen Musikpädagogen. Am Donnerstag haben die japanische Studentin Nozomi Mizoguchi und der Cottbuser Jannis Ufer vor der Prüfungskommission und dem Cottbuser Publikum ihr Können vorgestellt.

Die Abschlusskonzerte im Fach „Künstlerische Ausbildung“ – hier haben die Musikpädagogik-Studenten die Möglichkeit, ihr Können als Instrumentalisten und Sänger unter Beweis zu stellen – sind künstlerische Höhepunkte im Rahmen der Gesamtausbildung. „Die intensive Beschäftigung mit solistischen Aufgaben soll einerseits in der Öffentlichkeit für unsere Ausbildung werben, andererseits aber auch den Studierenden die Möglichkeit eröffnen, als Künstler in Erscheinung zu treten“, erläutert Prof. Wolfgang Glemser, Leiter des Studienganges Instrumental- und Gesangspädagogik. Dabei stehen viele der Absolventen der „klassischen“ Instrumente wie auch aus dem Bereich der Popularmusik nicht das erste Mal vor einem größeren Publikum auf der Bühne. Jannis Ufer, der bereits mehrfach als Pianist in den BTU-Vortragsabenden „Musikalischer Dienstag“ und bei öffentlichen Auftritten in der Region zu hören war, eröffnete diesen Abend mit dem bekannten Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart, Es-Dur, KV 271. Seine Interpretation des in weiten Teilen sehr filigranen dreisätzigen Werkes, gänzlich auswendig vorgetragen, glänzte mit musikalischer Frische und ausgewogener Diktion der solistischen Passagen. „Mozarts Musik spricht mich sehr an, und die Arbeit an diesem Werk hat mich begeistert“, so der angehende Musikpädagoge.

Nach der Pause betrat Nozomi Mizoguchi die Bühne des Konzertsaales. Schon in den ersten Takten des 1868 komponierten Klavierkonzertes Nr. 2 von Camille Saint-Saën, dem weltbekannten Pianisten Artur Rubinstein gewidmet, eröffnete die japanische Pianistin ein Feuerwerk aus Klangkaskaden. Den romantischen Geist sensibel nachempfindend, erstrahlten die freien Passagen ebenso sicher wie die furiosen Läufe im abschließenden dritten Satz. Ein besonderes Lob gebührt auch Xinyuan Zhu, die als Repetitorin glänzend das Orchester am Klavier „ersetzte“. Ein ereignisreicher und für die Vortragenden sehr erfolgreicher Konzertabend.

Am Sonntag, 22. Juli, sind im Konzertsaal des BTU-Campus in Cottbus-Sachsendorf (Haus 7) zum Abschluss ihrer Ausbildung um 17 Uhr die Pianisten Jiayu Shi und um 18.30 Uhr Xinyuan Zhu zu erleben.

(Ulrich Littko)