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| 15:34 Uhr

Feste
Wenn das Bier aus dem Brunnen sprudelt

Brunnenfee Aline Kielow schenkt Brunnen-Bier aus, unter anderem auch an Landrat Harald Altekrüger (CDU,l.).
Brunnenfee Aline Kielow schenkt Brunnen-Bier aus, unter anderem auch an Landrat Harald Altekrüger (CDU,l.). FOTO: Marion Hirche
Drebkau. Aline Kielow aus Schorbus ist die 13. Drebkauer Brunnenfee mit Zauberkräften.

Am Wochenende wurde in Drebkau das 13. Drebkauer Brunnenfest gefeiert. Das Programm  hatte mit seinem Stargast Kai Dörfel einen  „importierten“ Höhepunkt.  Für das  Besondere aus einheimischer Sicht sorgten die Brunnenfeen.  Tanja Anson wurde als 12. Drebkauer Brunnenfee verabschiedet. Ihr wurde  für das Engagement im letzten Jahr gedankt.

Mit einer  romantischen  Inszenierung  mit Mitgliedern des Drebkauer Carneval Clubs in Blau- und Weiß wurde die neue, die nunmehr 13. Drebkauer Brunnenfee  Aline Kielow am Sonnabend in ihr Amt eingeführt.  Die 22-jährige stammt aus Schorbus. Sie arbeitet bei der IHK und gehört zu den letzten, die noch den Beruf einer Bürokauffrau erlernt haben. Nach ihrer Ausbildung in Dresden ist sie im vergangenen  Jahr wieder in ihren Drebkauer Heimatortsteil Schorbus zurückgekehrt. „Hier wohnt meine Familie, hier sind meine Freunde und hier habe ich ausreichend Platz auf dem Grundstück für meine beiden Hunde“, erklärte die die frisch gebackene Majestät.

Bereits 2017 war sie als Drebkauer Botschafterin  avisiert, aber weil sie noch einige Hürden bewältigen musste, hatte sie das Vorhaben auf 2018 verschoben. „Außerdem bin ich ein Fan von allem Mystischen und da passt die Zahl 13 einfach besser“,  betonte sie.

Aline liebt ihre Heimat, ist davon überzeugt, dass die Region viel Attraktives zu bieten hat. Wenn sie in ihrer Freizeit nicht mit ihren Vierbeinern herumtollt, trifft man die junge Frau auf dem Quad an. Sie liebt Touren mit dem vierrädrigen Motorrad. Außerdem widmet sie ihre freie Zeit dem Schorbuser Karneval Club. Hier ist sie auf der Bühne schon öfter zusammen mit ihrer Mutter Jutta zu erleben gewesen, so zum Beispiel bei einem witzigen Weltraumtrip.  In der letzten Session machte sie als Aphrodite mit den griechischen Göttern auf unterhaltsame Weise bekannt.

Man könnte meinen, ihr Freizeittag hat  24 Stunden, denn nach der Arbeit steht sie auch gern in der Küche. Die 22-jährige liebt das Kochen und Backen. Erst in der letzten Woche hat sie für ihre Oma zum 90. Geburtstag eine Schwarzwälder Kirschtorte gebacken und das zudem noch als veganes Gebäck. „Ich freue mich sehr auf mein Amt als Brunnenfee, ich hoffe, dass ich viel Spaß haben werde und viele neue Menschen kennenlernen werde“, äußerte die  frisch gekürte Fee  am Sonntagnachmittag.

Als eine ihrer ersten Aufgaben zauberte sie  wie alle ihre Vorgängerinnen am Sonntagvormittag nach dem Gottesdienst Bier aus dem Marktbrunnen und schenkte es an  die Gäste auf dem Areal aus. Zuvor wohnte sie schon der Einweihung einer Gedenktafel  für Dr. Lotar Balke am Gebäude der Sorbischen Webstube auf dem Drebkauer Marktplatz bei. Der Drebkauer wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden, sein Todestag jährt sich zum zehnten Mal.  

Balke war ein bedeutender Ethnograph und hat sich besonderes mit Erkenntnissen über die sorbische Tracht verdient gemacht. Der Stadt Drebkau hat er seine  umfangreiche Ostereiersammlung aus der ganzen Welt überlassen, sodass alljährlich etwa 2500   Kunstwerke in der Sorbischen Webstube gezeigt werden können.  Er sorgte auch für die Einrichtung des Drebkauer Museums. Das Haus Markt 10 in Drebkau trägt jetzt seinen Namen.

Das Brunnenfest hatte mit  dem Oldtimertreffen, dem Kinderzentrum  auf dem Schulhof, mit den Angeboten von Vereinen  wieder viel Traditionelles im Angebot. Eine Bereicherung war einmal mehr die Museumsnacht der Sorbischen Webstube  unter der Überschrift „Handwerkskunst und Bauerntreiben“.

(jul)