Die Aktion ist ein Teil des Programms, mit dem die Stadt barrierefrei gestaltet werden soll, sagt die Behindertenbeauftragte der Stadt, Irena Wawrzyniak.
Die Beauftragte betont, dass es sich dabei nicht nur um bauliche Hürden handele. „Wenn in Bussen und Bahnen die optische Anzeige nicht funktioniert, stehen Hörbehinderte vor erheblichen Hindernissen. Ist die akustische Haltestellenansage defekt, beginnt für Blinde und Sehschwache eine Abenteuerfahrt. Geistig Behinderte verstehen das Amtsdeutsch noch schwerer als andere“ , berichtet Irena Wawrzyniak.
Dabei kann von Einzelfällen kaum mehr die Rede ein. Nach Angaben der Behindertenbeauftragten sind in Cottbus 15 328 Menschen als behindert registriert. Davon sind insgesamt 11 719 schwerbehindert - jeder zehnte Cottbuser.
Gemeinsam mit dem Behindertenbeirat achtet die Beauftragte auf barrierefreies Bauen, auch im Rahmen des Stadtumbaus. So sollte bei der Sanierung des Sachsendorfer Kulturzentrums „Bunte Welt“ aus Kostengründen auf einen behindertengerechten Zugang verzichtet werden. Die Stadt müsse sich ebenso den wachsenden Problemen durch zunehmendes Alter und eingeschränkte Mobilität älterer Menschen stellen.
Seit fast einem Jahr gibt es nunmehr einen Patientenpass, um im Notfall gezielte Behandlungen zu ermöglichen. Darüber hinaus sei es gelungen, das Carl-Thiem-Klinikum zu einem behindertengerechten Umbau des Altbau-Einganges zu bewegen. Hier gebe es jetzt durch eine Automatik-Tür eine gelungene Verbindung von besserer Funktionsfähigkeit und Denkmalschutz. Fast 18 000 Euro habe das Klinikum dafür bezahlt. Des weiteren werde auch Sanierung und Umbau weiterer Klinikbereiche nach behindertengerechten Maßstäben erfolgen. (jg)