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| 17:41 Uhr

Tradition
Wenig Resonanz bei Weihnachtsbaum-Weitwurf

 Auch die neunjährige Laura versucht sich am Sielower Rodelberg im Weihnachtsbaum-Weitwurf.
Auch die neunjährige Laura versucht sich am Sielower Rodelberg im Weihnachtsbaum-Weitwurf. FOTO: Georg Zielonkowski
Sielow. Sielower Karnevalisten wollen trotz geringerer Spenden mit Wagen am Zug der fröhlichen Leute teilnehmen.

Die nach den Feiertagen nur noch mäßig beachteten Weihnachtsbäume werden in Sielow traditionell schon frühzeitig im neuen Jahr zentral entsorgt. Verknüpft ist das Prozedere mit einem kleinen Fest am Fuße des örtlichen Rodelbergs. Die Karnevalsfreunde des Ortsteils kümmern sich seit Jahren um die Durchführung.

Auch für das diesjährige Weihnachtsbaumverbrennen hatte Karnevals-Chef Tony Lücke lange zuvor die Fäden der Organisation geknüpft. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr wurden einbezogen, der Feuerkorb stand bereit, das übliche Kuchenbuffet war organisiert und auch für Bratwurst und Bier war am Samstag gesorgt.

Doch das Einwohner-Echo blieb diesmal ein gutes Stück hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Dennoch hatten sich trotz des recht trüben Wetters und Nieselschauer rund zwei Dutzend Männer, Frauen und Kinder am Weihnachtsbaumweitwurf beteiligt, beobachtet von einigen Schaulustigen, die am Hang des Rodelberges Aufstellung genommen hatten.

„Die Organisatoren haben sich wirklich große Mühe gegeben, um den Sielowern gleich am Beginn des neuen Jahres etwas anzubieten. Dass die Resonanz nicht wie erwartet ausfällt, ist schade. Uns aber gefällt das Ganze hier, die Familie hat Spaß und beim Weitwurfwettbewerb können wir ganz unterschiedliche Techniken beobachten“, sagt Christian Möbius, der in Sielow lebende Dirigent des Philharmonischen Orchesters Cottbus.

Allerdings fielen auch die Spenden zugunsten des Karnevalsvereins entsprechend geringer aus. Für die Organisatoren war das ein Grund, die geringe Teilnahme zu hinterfragen. Möglicherweise hätte man doch bis zum Wochenende nach dem Dreikönigstag warten sollen, so der mehrheitliche Tenor. Für viele traditionsbewusste Menschen endet die Weihnachtszeit erst am 6. Januar. Aber auch Reserven in der Kommunikation vor dem Weihnachtsbaumfest wurden ausgemacht. Entwarnung kam von den Karnevalisten: „Es soll bloß keiner denken, dass wir jetzt den Karneval sausen lassen, nur weil heute ein paar Euro weniger ins Sparschwein gewandert sind. Sielow wird auch in diesem Jahr mit einem eigenen Wagen im Zug dabei sein. Vielleicht sogar mit ein paar neuen Gesichtern. Hier beim Weihnachtsbaumfest haben wir hier und da schon das Interesse bei ein paar jungen Leuten geweckt“, sagt Tony Lücke. Insofern hat der trübe Tag am Rodelberg dann doch noch ein optimistisches Ende gefunden.

(ski)