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Verkehr
Ewige Parkplatzsuche in Petersilienstraße

Die Parkplatzsituation in der Petersilienstraße ist vor allem in der Zeit des Weihnachtsmarktes sehr angespannt.
Die Parkplatzsituation in der Petersilienstraße ist vor allem in der Zeit des Weihnachtsmarktes sehr angespannt. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Mit dem Wegfall wilder Stellplätze durch eine Baustelle verschärft sich die Situation. Von Peggy Kompalla

Die Petersilienstraße ist eine beliebte Wohnadresse in Cottbus. Sie liegt mitten in der Innenstadt, der Puschkinpark fast vor der Haustür. Straßenbahn und Bus sind schnell erreicht. Doch wer auf das Auto angewiesen ist, dessen Frust wächst dieser Tage besonders.

Annett Müller ist so aufgebracht, dass sie sich am Reporter-Telefon über die Parksituation in der Petersilienstraße beklagt. „Mit etwas Glück findet man vormittags eine Parklücke. Aber am Abend ist es völlig aussichtslos“, sagt sie. Dabei handelt es sich bei der Straße um eine Anwohnerparkzone. Eigentlich dürfen dort nur Autos stehen, für die der Bewohnerparkausweis Z 4 vorgewiesen werden kann. Deshalb ist die Cottbuserin so aufgebracht. „Die meisten Autos, die auf unseren Anwohnerparkplätzen stehen, haben überhaupt keine Parkgenehmigung“, sagt sie. Derzeit mit dem Weihnachtsmarkt sei es besonders schlimm. „Es kann doch nicht sein, dass die Leute die Parkplätze blockieren und die Anwohner drei Straßen weiter stehen müssen.“ Daran ändere sich nichts, obwohl das Ordnungsamt oft mehrmals täglich die Straße nach Parksündern kontrolliere. „Das ist den Leuten völlig egal“, klagt Annett Müller und wünscht sich: „Wer mehrmals ohne Berechtigung in der Anwohnerparkzone steht, sollte abgeschleppt werden. Was denken Sie, wie schnell sich das rumsprechen würde und bei uns würde wieder Normalität einziehen.“ Doch bei Ordnungsamtsleiter Manfred Geißler stößt der Vorschlag auf wenig Gegenliebe. „Das wäre völlig unverhältnismäßig“, erklärt er. Anders verhalte es sich, wenn Autos Feuerwehrzufahrten oder Rettungswege zuparkten. Dann werde der Abschleppdienst gerufen. Aber so gibt es eben nur ein Knöllchen. „Wir können nur kon-
trollieren“, sagt Geißler.

Die Situation in der Petersilienstraße habe sich mit Beginn der Bauarbeiten verschärft. Auf dem Gelände des ehemaligen Fleischkombinats entstehen mehrere Wohnhäuser. „Damit ist der wilde Parkplatz weggefallen“, sagt Annett Müller. „Dort haben um die 15 Autos Platz gefunden. Das hat früher die Parksituation entschärft.“ Doch einen Ersatz dafür wird es nicht geben. Der Ordnungsamtschef macht wenig Hoffnung. „Es stehen in dem Bereich einfach nicht genug Flächen zur Verfügung.“ Sprich: Eine Lösung ist nicht in Sicht. Zumal in der Petersilienstraße auch noch die TheaterNative C ihren Sitz hat. Das Theater hat eigene Stellplätze, doch bei vollem Haus reichen auch sie nicht aus.