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Weiter keine Klarheit zur Spreeschule

Spree-Neiße/Cottbus. Im Bildungsausschuss des Landkreises Spree-Neiße hat Dezernent Hermann Kostrewa am Donnerstagabend zur Diskussion um die Cottbuser Spreeschule Stellung genommen. Die Stadt Cottbus möchte die Schule an einem neuen Standort unterbringen, um der wachsenden Schülerzahl gerecht zu werden. Katrin Kunipatz

Im Raum steht die Nutzung der ehemaligen Mensa des Oberstufenzentrums an der Makarenkostraße. Der Bildungsdezernent des Landkreises zeigte sich erstaunt, dass die Stadt Cottbus bereits zwei Millionen Euro für das Bauvorhaben eingeplant habe.

Eine Entscheidung über die Makarenkostraße wolle man zu einem späteren Zeitpunkt treffen. "Bis dahin stellt der Landkreis der Stadt Cottbus wie gewohnt Räume zur Verfügung", so Hermann Kostrewa. "Und für das Schuljahr 2018/19 werden weitere Kapazitäten bereitgestellt." Weiterhin erklärte er im Bildungsausschuss, der Landkreis sei weiterhin daran interessiert, gemeinsam mit der Stadt Cottbus "langfristig tragfähige Lösungen" auf pädagogischer und finanzieller Ebene zu finden. Dafür seien aber weitere Abstimmungen auf der Verwaltungsebene nötig.

Ein weiteres zwischen Cottbus und Spree-Neiße diskutiertes Thema ist die Gesamtschule im südwestlichen Teil des Landkreises - sprich im Raum Kolkwitz, Drebkau und Welzow. In den Schulentwicklungsplan eingearbeitet wurde bereits der Kreistagsbeschluss, dort eine weiterführende Schule vorzugsweise mit gymnasialer Oberstufe zu etablieren. Die Stadt Cottbus sieht bei ihrer Bewertung nur den Bedarf für eine Oberschule, die wiederum die Situation an den Cottbuser Oberschulen entspannen dürfte.

Beraten wurde im Bildungsausschuss in diesem Zusammenhang der Antrag der Linken-Fraktion, der bereits Ort, Termin und Schulform festlegt. "Seit drei Jahren drängen und warten Eltern in Kolkwitz auf die Eröffnung der Gesamtschule", erläutert Steffen Marquaß (Die Linke) den Antrag. Er solle vor allem eine Diskussionsgrundlage für die geplante Arbeitsgruppe (AG) sein. Im Raum stehen die Fragen zur künftigen Trägerschaft der Gesamtschule und auch, ob eine Grundschule in diese neue Schule integriert sein soll.

Bildungsdezernent Kostrewa will keinen klaren Zeitpunkt für die Gründung der Schule festlegen. Die AG soll für den Kreistag im Oktober eine Vorlage erarbeiten. Vorsitzender Andreas Petzold (SPD) benennt den Zeitplan: Im nächsten Bildungsausschuss am 22. Juni wird die AG "Gesamtschule" gegründet und trifft sich vor der Sommerpause zur konstituierenden Sitzung.