ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:00 Uhr

Aufstellung des Bebauungsplans für die Seeachse
Weg frei zum Ostsee

Ein Luftaufnahme vom Herbst 2017 zeigt das Gebiet des künftigen Ostsees. In ein paar Jahren soll er fertig sein.
Ein Luftaufnahme vom Herbst 2017 zeigt das Gebiet des künftigen Ostsees. In ein paar Jahren soll er fertig sein. FOTO: Michael Helbig
Cottbus . Das Stadtparlament wird in seiner nächsten Sitzung über die „Seeachse“ entscheiden. Von Daniel Schauff

Es wird – das Stadtparlament wird in seiner nächsten Sitzung über die Aufstellung des Bebauungsplans für die Seeachse Cottbuser Ostsee entscheiden und damit eine Kernfrage auf dem Weg zum See beantworten: Wie geht es künftig von der Innenstadt ans Ufer?

Entlang der ehemaligen Bahntrasse Cottbus – Guben soll es zum Hafenzentrum gehen. Die Pläne sind nicht neu, jetzt allerdings macht die Stadt Nägel mit Köpfen. Als „Rückgrat des neu zu entwickelnden Urbanen Gebietes zwischen Innenstadt, Sandow und künftigem Ostsee“ bezeichnet die Stadtverwaltung den vergleichsweise kurzen Weg zwischen Sandow und Hafen.

130 Hektar groß ist das Gebiet der Seeachse, reicht im Norden bis zum Merzdorfer Weg, im Osten bis zur Merzdorfer Bahnhofstraße mit Anschlussbereich zur B168 und Dissenchener Schulstraße, im Süden bis zur Osttraße, Dissenchener Hauptstraße und dem Übergang zur Werner-von-Siemens-Straße und im Süden bis zur Bahntrasse (siehe Grafik). Entstehen soll dort laut Vorlage der Verwaltung eine „nachhaltige Stadtlandschaft“, eine „strukturbildende städtebauliche Achse als Stadtraum“. Insbesondere für Radfahrer und Fußgänger soll sich mit der Seeachse die Erreichbarkeit des Sees verbessern. Motorisierter Verkehr, Radfahrer und Fußgänger sollen getrennt werden, ein „umweltgerechtes Verkehrsmittel“ soll ebenfalls den Weg zum Ostsee über die Seeachse nehmen. Konkreter wird die Stadt in der jetzt zu beschließenden Vorlage noch nicht. Dass das „umweltgerechte Verkehrsmittel“ allerdings möglicherweise auf Schienen fahren wird und dafür die Bahntrasse erhalten bleibt, war bereits mehrfach angeklungen. Auch die Parkeisenbahn hat das Ostsee-Management auf dem Schirm. Eine Umwidmung der Trasse soll es daher mit dem Beschluss nicht geben.

Den Gewerbegebieten Merzdorf An der Reichsbahn und Dissenchen Süd II sollen „neu ausgerichtete Entwicklungsperspektiven“ gegeben werden, insbesondere durch neue Nutzungsangebote für Wohnen, Freizeit, Erholung und neuer Aufenthaltsqualität, heißt es in der Vorlage weiter.

Die Grafik zeigt die künftige Seeachse zwischen Sandow und Hafen. Die Stadtplaner wollen entlang der alten Bahntrasse Cottbus – Guben einen attraktiven Weg zur See schaffen.
Die Grafik zeigt die künftige Seeachse zwischen Sandow und Hafen. Die Stadtplaner wollen entlang der alten Bahntrasse Cottbus – Guben einen attraktiven Weg zur See schaffen. FOTO: LR

Ganz geschlossen ist der Weg zwischen Altmarkt und künftigem Hafen mit der Seeachse allerdings noch nicht. Zwei weitere „wegbereitende“ Bebauungspläne muss die Stadt künftig noch durch das Parlament bringen: die Anbindung zwischen Seeachse und Sandow stadtseitig sowie die Anbindung der Seeachse zum Hafen seeseitig. Separate Bebauungsplanverfahren kündigt die Verwaltung bereits an.

Trotzdem geht die Stadtverwaltung mit dem Bebauungsplan für ein großes Teilstück zwischen Ostsee und Innenstadt einen wichtigen Schritt, um Cottbus zu einer „Stadt am See“ zu machen. Das Ziel ist klar: Nicht nur im Sommer soll der See künftig Besucher locken, Stadt, Spreewald und Ostsee sollen zu einem Ausflugsziel für das ganze Jahr werden. Eine nachhaltige Stadtentwicklung müsse die Stadt an den See bringen, hatte bereits im Herbst 2017 Ostseemanager Stefan Korb gesagt. Die große Herausforderung dabei sei, Angebote in der Stadt und am See durch kurze und attraktive Wege zu verbinden. Die Seeachse soll ein solcher werden.