| 02:33 Uhr

Wasserfestspiele mit Rekorden

Die 11. Wasserspiele Neuhausen am Spremberger Stausee sorgten am Wochenende für viel Spaß. Das Nachtrennen am Freitagabend hatte wieder eine ganz besondere Atmosphäre.
Die 11. Wasserspiele Neuhausen am Spremberger Stausee sorgten am Wochenende für viel Spaß. Das Nachtrennen am Freitagabend hatte wieder eine ganz besondere Atmosphäre. FOTO: Hirche
Klein Döbbern. Zum elften Mal lud die Gemeinde Neuhausen am Wochenende zu Wasserfestspielen an den Nordstrand des Spremberger Stausees ein. Es war eine Veranstaltung mit Rekorden: Noch nie waren die Rennen Freitagnacht mit 20 und am Sonnabend mit 41 Teams ausgebucht. Marion Hirche / jul1

Über 800 Sportler, so viele, wie in den zehn Jahren davor nicht, gingen an den Start. Bürgermeister Dieter Perko kam bei der Siegerehrung am Sonnabend ganz schön ins Schwitzen, denn jeder Teilnehmer bekam eine Medaille. Zudem wurden wieder besonders originell gestaltete Pokale an die Sieger und Platzierten überreicht. Gewinner gab es nicht nur in den drei Drachenbootkategorien, sondern auch im Badewannenrennen, Drachenboottauziehen und Waschmaschinen-Torwandschießen.

Zu den Höhepunkten gehörte wieder das Nachtrennen am Freitag. Bereits am Nachmittag trafen die Teams ein, schlugen ihre Lager auf. Neben Bürgermeister Dieter Perko hießen auch Veranstaltungsleiter Matthias Baum und Sportdirektor Thomas Schoba die Teilnehmer und Zuschauer willkommen. Danach gingen die Vorläufe los. Zum ersten Mal nahmen die Spree-Neiße-Paddler am Nachtrennen teil. Ralf Drews, Sachbearbeiter im Bereich Deponie in der Kreisverwaltung und Teamkapitän verriet: "Wir sind zum dritten Mal bei den Wasserfestspielen dabei, zum ersten Mal schon ab Freitagabend. Wir wollten auch mal die schöne Atmosphäre beim Nachtrennen erleben. Drei Trainingseinheiten haben wir absolviert." Vor dem ersten Lauf schwor er seine Truppe noch mal ein: "Gleichmäßigkeit ist besonders wichtig. Es darf keine Wellen geben." Die Männer und Frauen in den roten Shirts hatten noch einer anfänglichen Aufregung über ein nicht zu hörendes Startsignal viel Spaß am Abend. Die Lokalmatadoren aus Kathlow, die "Ravenchilds", machten schon vor ihrem ersten Rennen Feuer: Basti, der Feuerspucker der Gruppe, zeigte passend zur "Nacht der Drachen" seine Künste. Eingehüllt von einem Flammenkreis erklang ihr Motto: "Womit siegen wir? Mit Feuer!"

Für alle wurde es ein romantischer Abend: Beleuchtete Bojen wiesen den Paddlern den Weg in den 100-Meter-Bahnen. Nach Einbruch der Dunkelheit gab es den Startschuss mit Silvesterraketen und auch die Drachenboote trugen Lichter. Auf dem Wasser kreuzten beleuchtete Segelboote vom Wassersportverein Cottbus. Zum krönenden Höhepunkt des Abends kam es allerdings nicht: Die Finalläufe sollten mit LED-Bänder bestückten Paddeln durchgeführt werden und danach war das erste der beiden Feuerwerke des Wochenendes geplant. Allerdings mussten die Finalläufe und der Sternenregen aus Sicherheitsgründen wegen des heraufziehenden Gewitters abgesagt werden.

Der Auftritt der Cottbuser Altstadthexen fand noch statt. Die Männer und Frauen in den wertvollen Masken, die in der Schweiz angefertigt wurden, zogen mit lautem Glockengeläut und mit Fackeln vor die Bühne und begeisterten hier mit zahlreichen Feuerspuckern. Sogar das Publikum musste mitmachen. Leider setzte hier schon der Regen ein und sorgte für den Schlusspunkt des Abends. Trotzdem waren alle begeistert. "Das ist ja ein tolles Fest, macht das bloß weiter", meinte Hedwig Klier, eine Berlinerin, die am Stausee einen Bungalow hat und ihre ganze Familie zum Wochenende hierher eingeladen hatte.