Durch neue Leitungen fließt seit dieser Woche das Trinkwasser für die Bewohner der Kloster-, Sandower und Gertraudenstraße sowie des Oberkirchplatzes in Cottbus. Die Lausitzer Wasser GmbH (LWG) hat die alten Stahlrohre gegen nagelneue Kunststoff-Leitung getauscht. Ohne dass die Cottbuser für lange Zeit auf das kostbare Nass verzichten mussten, hatten LWG-Monteure der Abteilung Bau seit Mitte Dezember an der neuen Trinkwasserleitung gearbeitet, teilte LWG-Pressesprecherin Marina Röwer mit. Einzig zum Umstellen von Not- auf Normalleitung musste das Wasser am vergangenen Montag für zwei Stunden abgestellt werden.

Voraussetzung für diese Winterarbeit sei eine gute Vorbereitung im Sommer gewesen, so Röwer. So wurden zwei äußere Schieberkreuze erneuert, um später die Notleitung legen zu können. Doch die Haupttätigkeiten erfolgten im Winter und im Verborgenen: nämlich in einem Kollektor unter dem "Wendischen Viertel". Er gehört den Stadtwerken Cottbus und beherbergt neben den Leitungen für Fernwärme und Strom auch die LWG-Leitung für Trinkwasser. Ende der 80er Jahre gebaut, aus Stahl bestehend und mit Zementmörtel ausgekleidet, war sie in die Jahre gekommen und insbesondere an den Verbindungsstücken mehr und mehr reparaturbedürftig geworden. Um weiterhin die Trinkwasserqualität zu gewährleisten, entschloss sich die LWG, die alte Stahlleitung komplett gegen Rohre aus dem Kunststoff Polyethylen (PE) auszutauschen.

Insgesamt war eine Strecke von 170 Metern zu erneuern und ein inneres Schieberkreuz zu installieren. Aufgrund der Enge und der zu überwindenden Höhen-unterschiede im Kollektor erwiesen sich die Arbeiten als äußerst schwierig. "Auch das Zerlegen der alten Stahlrohre war mühevoll", berichtet Vorarbeiter Roland Kwasniok. "Jeder Schnitt kostete etwa eine Stunde Zeit und ein Sägeblatt." Nicht minder schwierig war das Einbringen der neuen PE-Rohre, die in drei Meter langen Stücken in den Kollektor gehievt und dort vor Ort sehr sorgfältig zusammengeschweißt wurden. Dennoch konnte die neue Trinkwasserleitung planmäßig in Betrieb genommen werden.

Roland Kwasniok rechnet damit, dass diese Wintermaßnahme im Kollektor Ende Februar beendet sein wird. Das nächste LWG-Projekt für die kommenden Wochen ist die Fortsetzung der 2012 begonnenen Arbeiten in der Branitzer Siedlung.