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| 02:35 Uhr

Was erlauben Sie sich?

Die Urlaubszeit hat längst begonnen, auch wenn in dieser Woche erst die lang ersehnten Sommerferien für die Kinder begannen. Wissen Sie eigentlich, woher das Wort "Urlaub" kommt? Es stammt vom Verb "erlauben" im Sinn von "Erlaubnis".

Den Sinn können wir gut nachvollziehen: Im Urlaub haben wir die Erlaubnis, von der Arbeit fernzubleiben. Ich frage weiter: Was erlauben Sie sich in Ihren Urlaubstagen? Ist es das Konsumieren um jeden Preis - je weiter und exklusiver umso besser - oder das bewusste Auswählen, was mir wirklich gut tut. Ein Konzert besuchen, Zeit für schöne Spaziergänge und Bücher, Zeit, um einen Freund(in) zu besuchen. Denn "wer nichts genießt, wird bald ungenießbar." (Edmund J. Lutz) Dieser Satz ist mehr als nur Wortspielerei - in ihm spiegelt sich tiefe Lebensweisheit!

Erlauben Sie sich, nicht ständig auf Smartphone und Terminkalender sehen zu müssen, erlauben Sie sich aber, Menschen und Natur wahrzunehmen, stehen zu bleiben zum Sehen und zum Gespräch. In seiner berühmten Bergpredigt empfiehlt Jesus genau das: "Seht euch die Vögel am Himmel an . . . Lernt von den Lilien des Feldes . . ." (Bibel: Matthäus 5) Sehen und lernen - sich in Bezug zur Natur setzen - hilft zu verstehen, was uns wirklich gut tut. Gemeinsam geht das noch viel besser als allein. Jesus geht es hier in erster Linie nicht um grüne Einsichten, sondern dass wir "Ruhe für die Seele" finden. Erlauben wir es uns, die innere Ruhe wieder zu finden, die vielleicht im Alltagsstress verloren ging. Das wünsche ich Ihnen, und vielleicht hilft da schon ein Blick zu den Vögeln am Himmel oder der Duft einer Blume.