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Was Cottbuser stiften, will Sparkasse verdoppeln

Cottbus. So schnell wie möglich soll die "Bürgerstiftung Cottbus und Region" gegründet werden. Doch sie braucht dafür ein Gründungskapital von 20 000 Euro. ani

Das ist zwar weniger, als private Stiftungen vorlegen müssen - sie brauchen 100 000 Euro, aber die Stifter und Unterstützer Angelika Koal und Daniel Bentner jubelte jetzt über ein Angebot der Sparkasse Spree-Neiße. "Auf jeden Euro, der bis zum 30. September für das Stiftungskapital eingeworben wird, legen wir einen Euro drauf. Das heißt: Finden sich Stifter für 10 000 Euro, verdoppeln wir diese Summe und die Gründung der Bürgerstiftung kann sofort erfolgen", erklärt Jens Gerards, Direktor der Direktion Cottbus-Süd der Sparkasse Spree-Neiße die Idee. Es könnte sogar mehr werden. Die Obergrenze liege für die Sparkasse bei 50 000 Euro. "Das soll die Bürger anregen, viel zu stiften. Um so höher das Grundkapital ist, um so größer ist der Ertrag, mit dem im Jahr Projekte unterstützt werden können", so Gerards.

Fünf Mitglieder hat die Stiftung in Gründung derzeit - vier kommen aus Cottbus, ein Kolkwitzer Mitglied hält die Fahne für Spree-Neiße hoch. Vorgenommen hat sich die Stiftung, mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit Projekte anzuschieben, die besonders Kinder und Jugendliche fördern, die die Ortsbilder verschönern und für ein besseres Zusammenleben der Menschen wichtig sind. "Dass nicht nur Cottbuser Projekte mit uns angeschoben werden, ist uns auch wichtig. Wir wollen auf die Region ausstrahlen", sagt Angelika Koal.

Ein erstes Projekt, das mit dem Stiftungskapitalertrag unterstützt werden soll, ist schon gefunden: ein Kochworkshop für die gesunde Ernährung von Kindern. Kooperationspartner könnten Unternehmen mit eigenen Küchen, Cateringfirmen, Krankenkassen, Kindertagesstätten oder Schulen sein. Und ihr persönlich, so Angelika Koal, liege ein Trommelworkshop mit der Cottbuser Percussion-Gruppe "Los Pepinos" am Herzen. "Ich leben gern hier und möchte, dass Cottbus eine lebenswerte Stadt bleibt. Mit solch einer Bürgerstiftung kann unbürokratisch Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden", sagt die Cottbuserin.

Das Gründungskapital, um das jetzt geworben wird, fließt nicht in Projekte. Es bleibt als Geldanlage liegen. Aus dem Zinsgewinn werden die Projekte finanziert. Wer stiften will, soll nicht sofort überweisen, betont Gerards von der Sparkasse: "Es genügt bis zur Gründung erst einmal die schriftliche Erklärung dazu". Privatpersonen werden Stifter ab 100 Euro, Firmen ab 1000 Euro.

Kontaktiert werden kann die Bürgerstiftung über www.buergerstiftung-cottbus.de.