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| 17:56 Uhr

Straßenverkehr
Weiter Knöllchen für Energie-Fans

Seit zwei Jahren gibt es für Falschparker in der Damaschkeallee vor allem bei Großveranstaltungen regelmäßig Knöllchen.
Seit zwei Jahren gibt es für Falschparker in der Damaschkeallee vor allem bei Großveranstaltungen regelmäßig Knöllchen. FOTO: LR / Daniel Steiger
Cottbus. Bei Großereignissen ist das Ordnungsamt in der Branitzer Siedlung im Dauereinsatz.

Die Parksituation in der Damaschkeallee in der Branitzer Siedlung erregt weiterhin die Gemüter. Vor allem bei Großveranstaltungen wie Spielen im nahen Energie-Stadion oder bei Messen verteilt die Stadt hier regelmäßig Knöll–chen an Falschparker. So wurden beispielsweise beim Drittliga-Auftakt des FC Energie vor einer Woche 62 Verwarngelder verhängt. Der Grund: Die Damaschkeallee ist als verkehrsberuhigter Bereich (Spielstraße) ausgeschildert und es kann nur in gekennzeichneten Bereichen geparkt werden. Die gibt es in der Damaschkeallee aber nicht mehr. Anwohnerin Susanne Zylla erinnert sich: „Im Jahr der BUGA 1995 und auch noch viele Jahre danach waren in einem Abschnitt der Straße waldseitig Parktaschen markiert, in denen problemlos das Auto abgestellt werden konnte. Diese Parktaschenmarkierungen sind unterdessen aus verschiedenen Gründen nicht mehr sichtbar und wurden auch nicht erneuert. Dafür kommt jetzt seit längerer Zeit das Ordnungsamt und verteilt Knöllchen an Anwohner, deren Besucher und sonstige Gäste, vor allem bei Veranstaltungen im Stadion, im Spreeauenpark oder in der Messehalle. Allerdings hat sich an den Gegebenheiten der Straße nichts geändert. Sie ist nicht enger, gefährlicher, frequentierter, bebauter oder sonst irgendetwas geworden als zu Zeiten der BUGA.“

Stadtsprecher Jan Gloßmann verweist auf eine Vor-Ort-Begehung aus dem Jahr 2016 mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, der Feuerwehr und dem Fachbereich Stadtentwicklung/Stadtplanung. Diese wurde nach einer „Vierzahl von Bürgerbeschwerden“ durchgeführt. „Im Rahmen dieser Vor-Ort-Begehung wurde festgestellt, dass die Vielzahl der ordnungswidrig parkende Fahrzeuge die Befahrung von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen massiv behindern“, so Gloßmann weiter. Auch eine Reaktivierung der Parktaschen soll an der mangelnden Bewegungsfreiheit von großem Löschgerät gescheitert sein. Aus diesem Grunde sei mit allen Beteiligten vereinbart worden, dass nach einer Phase mit freundlichen Ermahnung, die Stadt mit zahlungspflichtigen Verwarnungen auf die Parksituation in der Branitzer Siedlung reagiert.

(dst)