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Warum Cottbus (nicht) wählt

FOTO: Theiler
Cottbus. Am Sonntag wählt Cottbus. Die Wahlkämpfe sind durch, die Parteien und Kandidaten haben sich positioniert – jetzt liegt es an den Bürgern. Michèle-Cathrin Zeidler und Jenny Theiler

Laut einer Onlinestatistik ist die Wahlbeteiligung bei den Bundestagswahlen seit 1998 stetig gesunken und lag 2013 bei 71,5 Prozent. Trotz zahlreicher überzeugter Nichtwähler werden die meisten Cottbuser dennoch den Gang ins Wahllokal antreten.

Markus Krautzig (38) aus Cottbus: "Ich gehe definitiv wählen, weil ich meine Stimme gegen die AfD einsetzen möchte. Wer mitreden will, muss auch seine Meinung vertreten können."

Sylvia (63) und Norbert Hendrischk (67) aus Cottbus: "Es gehört einfach zur Bürgerpflicht, dass man wählen geht. Nur so kann man darauf hoffen, dass sich auch was ändert."

Anja Braun aus Cottbus: "Ich werde wählen gehen, weil ich es als meine Bürgerpflicht erachte. Außerdem mussten Frauen lange Zeit sehr hart dafür kämpfen, überhaupt wählen zu dürfen."

Michaela Schieck (51) aus Cottbus: "Ich halte es für sehr wichtig, wählen zu gehen. Anders kann die Demokratie auch nicht funktionieren. Außerdem haben schon unsere Vorfahren dafür gekämpft, dass wir heute wählen können."

Ronny Schülzke (39) aus Cottbus: "Ich gehe wählen, weil ich es als meine Pflicht ansehe. Meckern können wir alle."

Linda Skorubski (23) aus Cottbus: "Ich habe vor, zur Wahl zu gehen, weiß aber noch nicht genau wen. Man braucht sich hinterher schließlich auch nicht zu beschweren, wenn man nicht gegangen ist."

Christian Woithe (30) aus Cottbus: "Ja, wir gehen wählen. Wenn man es nicht macht, braucht man sich auch nicht darüber aufzuregen, wie die Politik ist. Ob die Stimme des Einzelnen was bringt, ist natürlich eine andere Frage."

Steffen Zink (20) aus Cottbus: "Ich werden am Sonntag nicht zur Wahl gehen. Mich interessiert Politik nicht und es ändert sich sowieso nichts. Ich habe noch nie von meinem Wahlrecht Gebrauch gemacht."

Stephan Netzker (50) aus Cottbus: "Ich muss Sonntag bis 15 Uhr arbeiten. Es wird zwar stressig, aber ich werde trotzdem wählen gehen. Wo ich mein Kreuz machen werde, weiß ich schon. Es ist mir wichtig, da ich nicht indirekt eine Partei durch mein Enthalten unterstützen möchte, die es nicht verdient hat."

Monique Schulze (17) aus Cottbus: "Ich kann in diesem Jahr noch nicht wählen, dennoch würde ich gerne. Wir leben in einer Demokratie, aber das ist nicht selbstverständlich. Ich möchte Deutschland mitgestalten. Den Kurs von Angela Merkel finde ich in Ordnung."

Dr. Detlef Proske (63) aus Cottbus: "Wer nicht wählt, verpasst eine Möglichkeit, mit seiner politischen Meinung Einfluss zu nehmen. Daher gehe ich am Sonntag zur Wahl. Ich bin kein Wechselwähler und schon seit Jahren recht festgelegt. Trotzdem habe ich mich informiert."