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Warmspielen für deutsch-polnisches Festival

Ein Eindruck vom Workshop in Zielona Gora
Ein Eindruck vom Workshop in Zielona Gora FOTO: Nadine Tiedge
Cottbus. Fünf junge Menschen haben sich vergangenes Wochenende – über die Grenzen hinaus – auf den Weg in die "Welt der freien Träume" gemacht. Das Deutsch-Polnische Jugendfestival findet in diesem Jahr zum 11. red/dst

Mal in Cottbus statt. Das diesjährige Motto "Träume ohne Grenzen" soll am Freitag, 29. September, im Gladhouse die jungen Teilnehmer aus Deutschland und Polen in ihren Workshops - Theater, Kunst, Grafitti, Moderner Tanz, Musik und Gesang, Journalistik, Jazz Dance, Schattentheater, Fotografie oder Trommeln - beflügeln.

Vom 23. bis 25. September wurde in Zielona Gora bereits zu dem Thema "Träume ohne Grenzen" schauspielerisch (vor)gearbeitet. Gemeinsam mit den Initiatorinnen des Festivals Julia Kamenz und Ewa Malys und den Jugendlichen ging es am Freitagnachmittag per Kleinbus in die Partnerstadt Zielona Gora, um bereits im Vorfeld die jungen Theaterleute von der polnischen Seite kennenzulernen.

Nach einer kleinen Stadterkundungstour begrüßten die zukünftigen Teilnehmer aus Zielona Gora, sieben Mädchen, in einem Kulturzentrum die Cottbuser Gruppe mit einer Mini-Klatsch-Parade, beschreibt Nadine Tiedge Leiterin des Workshops in Zielona Gora und Theaterpädagogin am Staatstheater Cottbus. Dann ging es auch schon los: Laufen im Raum und schrittweises Kennenlernen der "Anderen", gemeinsames Ins-Spiel-kommen, erste Improvisationen und eine körperintensive Annäherung an das Thema. Der Workshop verging wie im Fluge, bald waren die Sprachbarrieren vergessen, es wurde mit Händen und Füßen und allen verfügbaren Sprachkenntnissen kommuniziert. Am Ende lagen alle geschafft und glücklich in einem riesigen Haufen von Papier. Mit gemeinsamen Gesellschaftsspielen bis spät in die Nacht hinein fand diese erste Theaterbegegnung ihren Abschluss. Am Ende dieser Woche geht es ja schon weiter - und dann gemeinsam auf die Bühne, beim 11. Deutsch-Polnischen Jugendfestival im Gladhouse. Als Ausgangsmaterial für die szenische Arbeit dienen Zettel: Fundstücke und verlorene Notizen, zu denen Geschichten erfunden werden sollen. "Mit Fantasie und Vorstellungskraft, da bin ich mir sicher, werden die Jugendlichen diesen seelenlosen Schriftstücken Leben einhauchen: Fundbüro Traumweberei", so Nadine Tiedge.