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Walter Drangosch

Cottbus. Vor 25 Jahren, am 13. Januar 1985, ist in Cottbus der Bibliothekar, Archivar und Stadthistoriker Walter Drangosch gestorben. hhk

Der am 25. Juni 1899 in Cottbus Geborene war Absolvent des Gymnasiums der Stadt und nahm eine Buchhändlerlehre auf. Im Jahr 1932 gründete er eine eigene Buchhandlung, im Jahr 1939 wurde er nebenberuflicher Stadtarchivar.

Nach dem Jahr 1945 arbeitete Drangosch als Antiquar. Sein immenses Wissen und seine Sammlung von Büchern und Arbeiten zur Stadtgeschichte machten ihn zum lebenden Stadtlexikon. Die mehr als 340 Arbeiten zur Cottbuser Historie, darunter fünf gedruckte Stadtführer, zeugen davon. Er war Mitglied des Redaktionskollegiums der „Cottbuser Monatshefte“ und des „Cottbuser Heimatkalenders“ der 50er-Jahre.

Drangosch leistete Forschungsarbeit zum Branitzer Fürsten, seine Pückler-Bibliographie (606 Titel) erschien im Jahr 1956 in den „Grundrissen zur deutschen Dichtung“. Im Jahre 1974 wurde seine „Bibliographie zur Geschichte der Stadt Cottbus“ veröffentlicht, die 1411 Titel vom 17. Jahrhundert bis zum Jahr 1968 enthält; einen Nachfolger hat sie noch nicht gefunden. Am 7. Oktober 1979 wurde Walter Drangosch die Ehrenbürgerwürde verliehen.