„Das heißt aber nicht, dass diese Bäume alle auch gefällt werden“ , sagt Petra Krzok, stellvertretende Leiterin des Grünflächenamtes. Es handele sich um eine „Vorab-Markierung“ , die in grüner und blauer Farbe als Zahl, Strich oder Punkt am Gehölz zwischen Kollwitz- und Sanzebergbrücke angebracht ist.
Das Vorhaben sei sowohl mit weiteren Landschaftsarchitekten als auch mit dem Naturschutzbeirat besprochen worden. Mit den Arbeiten sollen mehrere Teilaspekte kombiniert werden. Kranke Bäume müssen gefällt, das Dickicht am Weg ausgelichtet werden. Petra Krzok: „Man geht oder fährt dort wie durch einen Wald. Dort ist seit 15 bis 20 Jahren nichts gepflegt worden.“ Es sei nicht gestalterisches Ziel, zwischen Spree, Weg und der Elisabeth-Wolf-Straße einen Wald zu erhalten. Dabei spielten auch Fragen der Sicherheit, besonders im Dunkeln, eine Rolle.
Die Zahl der zu fällenden Bäume sei noch nicht konkret festgelegt. Grün-Planer seien noch am Werk. Es sei jedoch mehrfach vorgekommen, dass bei starkem Wind Bäume umstürzten. Da müsse die Stadt auf Grund ihrer Verkehrssicherungspflicht reagieren.
Gleichzeitig soll in diesem Abschnitt die Spree mit Blick auf die 850-Jahr-Feier der Stadt 2006 wieder besser sichtbar gemacht werden. Das Motto des Jubiläumsjahres lautet „Überfahrt am Fluss“ , das auf eine alte Übersetzung des Cottbuser Stadtnamens zurückgeht. Die Spree steht im Mittelpunkt vieler Vorhaben im Jubiläumsjahr.
Bis spätestens Frühjahr 2006 soll die Gestaltung des Uferbereiches abgeschlossen sein. Ähnliche Arbeiten im Umfeld der Sanzebergbrücke und am gegenüberliegenden Uferweg der Spree hatten im Frühjahr zu Protesten von Anwohnern und Spaziergängern geführt. Kritisiert wurde damals der vermeintlich unsachgemäße Kahlschlag im Gehölz. (jg)