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| 15:58 Uhr

Kommunalwahl in Cottbus
Wahl-Umfrage: Wie sieht Cottbus in 20 Jahren aus

 Die Wahlen finden am Sonntag statt.
Die Wahlen finden am Sonntag statt. FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Cottbus. Die RUNDSCHAU hat den Parteien und politischen Vereinigungen, die zur Wahl für die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung antreten, auf den Zahn gefühlt und sechs Fragen gestellt. Heute: Wie sieht Cottbus in 20 Jahren aus? Von Daniel Roßbach

Kerstin Bußmann (Unser Cottbus!)

Wahlkreis 4: Sandow und südliche Ortsteile.

 Kerstin Bußmann (Unser Cottbus)
Kerstin Bußmann (Unser Cottbus) FOTO: Kerstin Bußmann / privat

„Realistische Wünsche: Dank des anhaltenden Friedens existiert Cottbus noch. Cottbus als Landes-Regierungssitz hat den Ruf, eine Kultur-, Musik-, Festival-  und Theaterstadt mit internationalem Rang und Flair zu sein. Die Universität macht ihrem Namen in der Welt alle Ehre. Es gibt jede Menge glatte und sichere Fahrradstraßen. Straßenbahn- und Busfahren machen Spaß. Autofahren ist nicht mehr cool. In der Spree fließt noch klares Wasser. Es gibt viel mehr Grün und Gärten und viele pfiffig gestaltete Krebs-Trinkbrunnen. Die Menschen sind entspannt und fröhlich. Cottbus hat ein Braunkohlemuseum. Das größte Problem der Stadt ist die jährliche Ausgestaltung des Stadtfestes.“

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Robert Amat Kreft (sub!)

Wahlkreis 2: Cottbus Mitte und Ströbitz

 Robert Amat Kreft (SUB)
Robert Amat Kreft (SUB) FOTO: privat

„Unsere Vision ist, dass in 20 Jahren die sorbische Sprache wieder deutlich mehr im Alltag gesprochen wird. Tourismus spielt für die Region aus wirtschaftlicher Sicht nur noch eine untergeordnete Rolle. Stattdessen haben sich Industrie und produktives Gewerbe in größerem Maße angesiedelt. Cottbus ist keine Rentnerstadt, auch kein „Vorort“ von Berlin. Die Menschen leben gern hier und finden ein reiches kulturelles Angebot vor. Roz a kwis, Chosebuz!“

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Reinhard Drogla (SPD)

Wahlkreis 2: Cottbus Mitte und Ströbitz

 Reinhard Drogla (SPD)
Reinhard Drogla (SPD) FOTO: Fotoatelier Goethe

„Cottbus ist Oberzentrum und Anker der Region von Energieerzeugung, Wandel und Menschen, die ihr Schicksal in die Hände nehmen. Cottbus ist Brücke zwischen Spreewälder Kultur- / neuer Seeenlandschaft, der Ostsee ist ein voller Erfolg, landschaftliche Wunden der „Kohle“ sind geheilt. Im größten Medizinzentrum des Landes studiert, forscht, heilt, pflegt man hochkarätig. Die BTU steht für Entwicklung im Energiesektor. Die lebendige und wachsende Gründerszene ist Vorbild und Wachstumsmotor für die ganze Region. Eine kluge Ansiedlungs-/Zuzugsstrategie und alte Kontakte und neue Beziehungen in alle Himmelsrichtungen verjüngen Cottbus, neue Kitas/Schulen braucht die Stadt.“

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Rüdiger Galle (CDU)

Wahlkreis 2: Cottbus Mitte und Ströbitz

 Rüdiger Galle (CDU)
Rüdiger Galle (CDU) FOTO: CDU Cottbus / UlfGereke@web.de

„2039 leben noch immer 100 000 zufriedene Cottbuser in der Stadt am See.  Die „Ostsee-Linie“ der Straßenbahn verbindet den Bahnhof mit dem Freizeit- und Tourismuszentrum im Osten. Die BTU hat wieder über 10 000 Studierende und sich zum Zentrum der CO2-armen Wasserstofftechnologien für Fahrzeugantriebe und für die Brennstoffzelle entwickelt. Außerdem werden Mediziner, Pharmazeuten und sogar Lehrer an der Uni ausgebildet. Auf dem TIP-Gelände haben Absolventen hochkreative Firmen angesiedelt. Cottbus hat eine funktionierende Ost- und Westumfahrung mit Autobahnanschluss. Der Altmarkt als „gute Stube“ hat Konkurrenz erhalten – eine  Stadtpromenade mit ‚Wohlfühlflair’.“

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Heiko Selka (AUB)

Wahlkreis 2: Cottbus-Mitte und Ströbitz.

 Heiko Selka (AUB)
Heiko Selka (AUB) FOTO: privat

„In 20 Jahren ist Cottbus eine Universitätsstadt mit 110 000 Einwohnern und 12 000 Studenten an der BTU und an der Fachhochschule Cottbus. Im Umfeld von drei Forschungsinstituten haben sich zwei Großunternehmen der Energiebranche auf dem TIP angesiedelt. Die an der BTU studierenden Ärzte bekommen im CTK die ideale fachliche Begleitung und decken den Fachärztebedarf in ganz Brandenburg. Der Ostsee zieht mit Hafenquartier, Seebühne und  Seebrücke viele Gäste aus ganz Deutschland an. Ein Ostseefestival im Sommer rundet das kulturelle Angebot zwischen Satirefestival der Studiosi im Januar und dem Filmfestival im November ab. Die sechs Cottbuser Theaterbühnen und die vielen freien Kulturschaffenden ... und Vereine haben die Stadt zu einem Mekka der Kulturinteressierten gemacht. Der Olympiastützpunkt Cottbus ist als Garant für internationale Medaillen bekannt. Der ÖPNV fährt zu den Ortsteilen im Halbstundentakt und innerhalb der Stadt im Zehn-Minutentakt. Der äußere Ring der Cottbuser Umgehungsstraßen ist geschlossen.“

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Matthias Heine (Die Linke)

Wahlkreis 3: Sachsendorf und Spremberger Vorstadt

  Matthias Heine (Die Linke)
Matthias Heine (Die Linke) FOTO: privat

„Das hängt davon ab, wer in den kommenden fünf Jahren die Weichen stellt. Bildung, Kultur, Tourismus und ein gelungener Strukturwandel sind Voraussetzungen für eine gute Zukunft.

Cottbus kann in 20 Jahren zu einem wichtigen Verkehrsknoten werden, wenn in die entsprechende Infrastruktur investiert wird. Wir profitieren von der europäischen Idee und der Nähe zu unseren polnischen Nachbarn.

In 20 Jahren sehe ich Cottbus als weltoffene, soziale, ökologische, liebens- und lebenswerte Großstadt. Fremdenfeindlichkeit, Hass und Verschwörungstheorien werden uns jedenfalls nicht weiterhelfen. Lassen Sie nicht zu, dass Cottbus kippt!“

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Krystian Burchart (FDP)

Wahlkreis 1: nördliche Ortsteile

  Krystian Burchart (FDP)
Krystian Burchart (FDP) FOTO: privat

„Unsere Heimatstadt ist dann eine gut angebundene, attraktive Großstadt am See zwischen den Metropolregionen Berlin, Dresden und Halle/Leipzig. Die Universitätsstadt mit zahlreichen hochanerkannten Lehrstühlen und der Lage zwischen Spreewald und dem Lausitzer Seenland genießt bundesweit einen sehr guten Ruf. Der starke Wissenschaftsstandort bietet den zahlreichen Unternehmen vor Ort hervorragende Bedingungen, innovative Produkte zu entwickeln, und bildet gleichzeitig die Fachkräfte der nächsten Generation aus.“

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Klaus Groß (AfD)

Wahlkreis 2: Cottbus-Mitte und Ströbitz.

 Klaus Groß (AfD)
Klaus Groß (AfD) FOTO: privat

„Cottbuser und vereinzelte auswärtige Gäste tummeln sich im Sommer im Spreewasser des Ostsee. In der Stadtmitte gibt es anstelle eines weiteren Einkaufszentrums eine Art „CenterParc“, mit viel Grün, Springbrunnen, Bänken, Liegeflächen, Spazierwegen. Cottbus hat begonnen, wieder in Infrastruktur zu investieren. Es gibt auskömmliche Arbeit für viele. Der TIP ist ein gut erschlossenes, umfangreich genutztes und begehrtes Gewerbegebiet. Nach einer Stunde Fahrzeit mit der Bahn ist man entweder in Berlin oder in Dresden. Cottbus hat die Buga genutzt, um sich herauszuputzen. Cottbus ist sicher. Gesellschaftlicher Frieden und Lebensfreude bestimmen den Alltag. Cottbus ist Heimat mit Zukunft, in einem starken Vaterland.“

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Petra Weißflog (Bündnis 90/Die Grünen)

Wahlkreis 4: Sandow und südliche Ortsteile

 Petra Weißflog (Grüne)
Petra Weißflog (Grüne) FOTO: Bündnis 90/Die Grünen / Marlies Kross

„Wir sind wachsende Großstadt, weil sich durch ein freundliches, weltoffenes Klima Menschen eingeladen fühlten, hier zu leben und zu arbeiten. Wir haben den Strukturwandel bewältigt und sind eine moderne Energie-Stadt mit Wirtschaftskraft, moderner Infrastruktur und innovativem Know-how. Cottbus hat keine Schulden mehr und investiert in soziale und kulturelle Projekte. Cottbus ist Klimaschutzvorreiter. Aus dem Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft entstanden neue energetische Verfahren, Stoffe und Technologien. Ein attraktiver Ostsee-Bereich verbindet neu gestaltete Landschaft harmonisch mit dem Unesco-Weltkulturerbe Pückler-Park Branitz.“

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