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| 15:13 Uhr

Kommunalwahl in Cottbus
Wahl-Umfrage: Wie kann ein weltoffenes Cottbus Studierende anziehen?

FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Cottbus. Die RUNDSCHAU hat den Parteien und politischen Vereinigungen, die zur Wahl für die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung antreten, auf den Zahn gefühlt und sechs Fragen gestellt. Heute: Wie wollen sie die BTU wieder attraktiver machen?

Gudrun Breitschuh-Wiehe (Bündnis 90/Die Grünen)

Spitzenkandidatin Wahlkreis 1: nördliche Ortsteile

FOTO: Bündnis 90/Die Grünen / Marlies Kross

„Wichtig ist eine auskömmliche Finanzierung der einzigen Technischen Universität in Brandenburg durch das Land. Attraktiver würde die BTU für Mitarbeiter und Studierende mit Verbesserung und Verdichtung der Zugverbindungen nach Berlin und Dresden. Duale Studiengänge sollen erweitert, die dafür nötigen Kooperationen mit Betrieben der Region ausgebaut werden. Die Stadt muss sich engagieren bei der Vermittlung von Industriekooperationen, beim Wissenstransfer und der Ansiedlung von Ausgründungen aus der Uni. Ein gemeinsamer Lotsendienst von BTU und Stadt bei der Vermittlung von Wohnungs-, Schul- und Kitaplätzen ist nötig. Gutes Cottbuser Klima lockt Studierende an!“

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Peter Röder (CDU)

Wahlkreis 2: Ströbitz-Mitte

FOTO: CDU Cottbus / UlfGereke@web.de

„Die von SPD und Linken erzwungene Fusion der BTU mit der FH Lausitz wurde von der CDU abgelehnt. Nun, da die BTU Cottbus in eine erzwungene Schieflage geraten ist, muss die Uni so ausfinanziert werden, dass sie ihr Hochschulentwicklungskonzept umsetzen kann. Das bedeutet mindestens 13 Millionen Euro pro Jahr mehr als das SPD-geführte Wissenschaftsministerium der Uni zuweist. Zudem bedarf es der Ansiedlung von wissenschaftlichen Instituten, die auch die BTU in die Lage versetzen, interessante Forschungsthemen zu bearbeiten, die auch dem Strukturwandel in der Lausitz helfen. Die Cottbuser müssen Studierende aus allen Regionen der Erde offensiv willkommen heißen.“

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Claudia Hellwig (Die Linke)

Wahlkreis 3: Sachsendorf und Spremberger Vorstadt

FOTO: privat

Eine vielfältige Bildungslandschaft in Cottbus ist der erste Grundstein für eine attraktivere BTU. Cottbus sollte die Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und der Universität unterstützen und erweitern.

Dazu zählt auch, die Ausbildung von Berufsschullehrern in Cottbus anzusiedeln.

Der Strukturwandel muss gemeinsam mit der BTU gestaltet werden. Wir haben erfolgreiche Spezialisten an der BTU. Diese nicht einzubeziehen, wäre fahrlässig.

Cottbus braucht vielfältige kulturelle Angebote und muss eine lebenswerte und weltoffene Stadt sein. Dann ist sie auch für jungen Menschen attraktiv, die einen Studienplatz suchen.

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Bastian Garnitz (FDP)

Wahlkreis 1: nördliche Ortsteile.

FOTO: privat

„Wichtig ist es, die BTU noch stärker in die Stadt hereinwachsen zu lassen und die vielen studentischen Projekt und Vereine ausreichend zu unterstützen. Wir müssen die Rolle einer Universitätsstadt noch stärker im Alltag verinnerlichen. Ebenso müssen wir vom Land eine verbesserte Unterstützung unserer Universität einfordern. Gerade im Zeichen der Strukturentwicklung können hier die Fäden von möglichen Modellregionen für moderne Mobilitätslösungen, zukünftiges Energiemanagement und Kohlenstoffkreisläufe in der Industrie zusammenlaufen.“

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Robert Amat Kreft (sub!)

Wahlkreis 2: Cottbus Mitte und Ströbitz

FOTO: privat

„Die Möglichkeiten für die Stadt sind begrenzt, um die BTU für Studenten, Wissenschaftler, Gründer und Industrie attraktiver zu machen. Studenten wollen nicht nur lernen, sondern auch am kulturellen Leben der Stadt teilhaben. Deshalb sollte verhindert werden, dass Clubs verdrängt werden oder schließen müssen, wie es aktuell der Fall ist.

Um Ausgründungen zu leichter zu machen, könnten Gewerbeplätze für Neugründer zeitweilig preisgünstig angeboten werden. Bürokratische Hürden müssten abgebaut werden.“

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Martina Münch (SPD)

Wahlkreis 4: Sandow und südliche Ortsteile.

FOTO: Fotoatelier Goethe

„Die Vitalität der BTU ist direkte Zukunftssicherung für Cottbus und die Region!

Der Aufbau attraktiver Studienangebote in den Gesundheitsberufen schärft das Profil der BTU nachhaltig und trägt zur Modellregion Gesundheit bei. Dabei ist wichtig: Ein Cottbus der Weltoffenheit zieht kluge Köpfe aus aller Welt an.

Eine Stärkung der Innovationskraft der BTU durch die Ansiedlung von Instituten mit zukunftsweisender und wirtschaftsnaher Forschung stützt die wirtschaftliche Entwicklung in Cottbus und in der Region. Umgekehrt sichert verstärkte Zusammenarbeit über neue Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft den Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften.“

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Dieter Schulz (AUB)

Wahlkreis 4: Sandow und südliche Ortsteile

FOTO: privat

„Wir treten für eine strikte Umkehr der von der SPD und den Linken diktierten Fusion und dem damit verbundenen Abwärtstrend der BTU ein. Die BTU muss wieder den Stellenwert erreichen, den sie vor der Hochschulfusion hatte: nachgefragt in der lokalen Wirtschaft und anerkannt in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft. Cottbus braucht eine Universität und eine Hochschule! Cottbus soll eine attraktive und sichere Stadt für Studierende sein und sich auch in der Außenwirkung entsprechend präsentieren. Zwischen Stadt, städtischen Unternehmen und BTU muss die Zusammenarbeit intensiviert werden. Das klare politische Ziel muss eine Verdoppelung der Studierendenzahlen sein, damit Cottbus eine „Studentenstadt“ werden kann. Lehrstühle für Medizin und Medizintechnik sind an der BTU einzurichten und mit dem CTK Cottbus zu vernetzen. Auch die Ausbildung von Lehrern und Berufsschullehrern ist an der BTU zu etablieren.“

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Klaus Groß (AfD)

Wahlkreis 2: Cottbus-Mitte und Ströbitz.

FOTO: privat

„In der Rückabwicklung der Zwangsfusion der BTU Cottbus mit der Fachhochschule Lausitz sehen wir den Schlüssel, um weiteren Profilverlust wirksam zu begegnen. Folgende Einzelmaßnahmen stehen auf unserer Agenda, sprich in unserem Wahlprogramm:

– Schaffung einer medizinischen Fakultät sowie eines Studienganges Pharmazie;

– Installierung eines Lehrstuhls für „Künstliche Intelligenz“;

- Ausbildung von Berufsschullehrern für technische Berufe.

Im Fokus einer Universität müssen wieder Masterabschlüsse stehen. Für viele Absolventen bestehen Chancen, in der Region gut bezahlte Arbeitsplätze zu finden.“

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Heiko Straehler Pohl (Unser Cottbus)

Wahlkreis 1: nördliche Ortsteile.

FOTO: privat

„Der für uns wichtigste beeinflussbare Faktor zur Attraktivitätssteigerung der BTU ist die Verbindung mit unserer Stadt und ihrer Entwicklung. Die Stadt und die BTU sind eine untrennbare Einheit, gehen in vielen Dingen aber getrennte Wege. Eine positive Außenwirkung der BTU kann nicht ohne Einbeziehung unserer Stadt Cottbus eintreten – genauso wenig werden Maßnahmen zur Erhöhung der Anzahl der Studierenden greifen, wenn unsere Stadt nicht attraktiver wird.

Wir setzen uns für eine viel engere Zusammenarbeit zwischen BTU und Stadtentwicklung ein. Unsere Stadt sollte das wissenschaftliche Potenzial der BTU nutzen. Das hilft auch der BTU bei der praxisnahmen Ausbildung.“

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