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| 15:37 Uhr

Eberhard Brünsch legt Amt nieder
Wählerinitiative verliert erneut Vorsitzenden

 Eberhard Brünsch, Regionalrat Südbrandenburg der Freien Wähler
Eberhard Brünsch, Regionalrat Südbrandenburg der Freien Wähler FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau / REne Wapller
Eine Wählerinitiative verliert den zweiten Vorsitzenden innerhalb eines Jahres. Eberhard Brünsch aus Spremberg hat seine Mitgliedschaft bei „Wir – Bürger, Unternehmen und Öffentlicher Dienst für Brandenburg“ gekündigt.

Als Grund nennt er einen Konflikt „mit dem Geldgeber“ der Initiative, dem Unternehmer Lutz Stache aus Döbern. Eberhard Brünsch sagt: „Selbst in meinem Urlaub hat er mich mit seinen Vorstellungen davon bombardiert, wie wir uns auf die Landtagswahl vorzubereiten hätten.“

So berichtet Eberhard Brünsch, der Unternehmer habe ihm und anderen Mitgliedern vorgeworfen, sie würden Chancen „einfach so vergeigen“. Gespräche unter vier Augen hätten den Konflikt nicht gelöst. „Ich wollte alles so organisieren, dass wir mit einer guten Mannschaft zur Landtagswahl antreten können“, sagt Eberhard Brünsch. „Inzwischen glaube ich, dass ich nur als Marionette benutzt wurde.“ Zudem sei ihm der Vorwurf begegnet, als Spitzel der CDU in der Wählergruppe mitzuarbeiten. Eine Anfrage der RUNDSCHAU dazu bei Lutz Stache und dem Vorstand der Wählergruppe blieb bislang unbeantwortet.

Am 1. April hatte Eberhard Brünsch den Vorsitz übernommen. Vorausgegangen war der Rückzug des Cottbusers Jens-Uwe Hoffmann. Er nannte dafür gesundheitliche Gründe. Außerdem wolle er sich mehr auf die Moderation von „Hoffmanns Talk“ konzentrieren.