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| 18:45 Uhr

Branitz
Vortrag zu den Orientzimmernim Schloss des Fürsten Pückler

Cottbus. Die Orientzimmer im Schloss Branitz steht im Fokus eines Vortrages mit dem Titel „Zwischen Refugium und Repräsentation“ von Silke Kreibich, Kunsthistorikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz am Mittwoch, 20. Juni.

Nach Verkauf der Herrschaft Muskau und Übersiedlung auf das Gut Branitz bei Cottbus im Jahr 1845 ließ Hermann Fürst von Pückler-Muskau das Schloss neu ausstatten. In Erinnerung an seine Orientreise bestimmte er drei Räume zum „Türkischen Kabinett“, „Türkischen Zimmer“ und „Pfeifenkabinett“. Deren kostbarster Schmuck sind die Wand- und Deckenmalereien mit Teppichmustern und floralen Verzierungen in orientalischer Manier. Anhand von Briefen, Rechnungen und Zeitzeugenberichten kann die Raumausstattung unter Pückler nur bruchstückhaft rekonstruiert werden. Aktuelle Ergebnisse restauratorischer Untersuchungen zu den Malereien an Decken und Wänden stützen die Darstellung.

Die Orienträume waren nicht nur Ort der Präsentation seiner Orientalika-Sammlung, sondern auch Rück­zugsort für Pückler. Hier tauschte er seine Reiseerlebnisse mit Besuchern, las Reiseberichte und schrieb seine Gedanken in Briefen nieder.

Die Besonderheit der Branitzer Räume zeigt sich auch in ihrer Gestaltung. Der Fürst hatte nicht den in jener Zeit hoch geschätzten Alhambra-Stil gewählt, auch wenn er die Arbeiten des Architekten Carl von Diebitsch kannte und ihm 1860 dessen Maler Honens für die Ausmalung des „Türkisches Kabinetts“ empfohlen worden war. Schlussendlich wird im Vortrag deutlich, welche Bedeutung die Forschungsergebnisse zur ursprünglichen Ausstattung für die geplante Wiederherstellung der Orienträume im Schloss Branitz haben.

Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Besucherzentrum auf dem Gutshof. Der Eintritt:kostet drei Euro.

(red/pos)