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Stasi-Unterlagen-Behörde
Vortrag über Stasi-Einfluss auf Cottbuser Mediziner

Cottbus. Cottbuser Mediziner im Visier der Stasi lautet das Thema eines Vortrages im Stadtmuseum. Er findet am 23. Januar statt.

Veraltete Medizintechnik, fehlendes Zahngold, Fehldiagnosen, Rezeptfälschungen, sexuelle Orientierung von Patienten oder Kirchenchorproben im Frühstücksraum des Bezirkshygieneinstituts – allein in Cottbus warteten Ende der 1980er-Jahre 30 Mediziner auf ihre Ausreise in den Westen.

Viele Berichte inoffizieller Mitarbeiter des Staatssicherheit zeichnen ein teils düsteres Bild des Cottbuser Gesundheitswesens vom Cottbuser Bezirkskrankenhaus über die Schwangerenberatungsstelle bis hin zum Sportmedizinischen Dienst.
In seinem Vortrag spricht Rüdiger Sielaff , Leiter der Stasiunterlagen-Behörde in Frankfurt (Oder), am Dienstag, 23. Januar, um 17 Uhr im Stadtmuseum Cottbus über den Einfluss der Stasi auf das Cottbuser Gesundheitswesen und erläutert die Arbeit der DDR-Geheimpolizei vor Ort.

Zuvor besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf persönliche Aktensicht zu stellen. Kostenfreie Informationsmaterialien zu verschiedenen Themen werden angeboten.

(red/dst)