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| 02:33 Uhr

Vortrag am Landgericht über spektakuläres Todesurteil

Cottbus. Mit einem Film und Vortrag wird am morgigen Dienstagabend am Cottbuser Landgericht noch mal der Fall Manfred Smolka aufgerollt. Der Thüringer Grenzsoldat war nach einer Flucht in den Westen in die DDR zurückgelockt und auf persönliche Anweisung von Stasi-Chef Erich Mielke im Jahr 1960 "aus erzieherischen Gründen" zum Tode verurteilt worden. sim

Wilhelm Pieck hatte ein Gnadengesuch der Mutter des Familienvaters abgelehnt. Manfred Smolka starb in Leipzig unter dem Fallbeil. Seine Frau wurde vier Jahre inhaftiert. Die gemeinsame Tochter wuchs in dieser Zeit bei der Großmutter auf.

Referent dieser von der Stasiunterlagenbehörde, Außenstelle Frankfurt (Oder) und der Konrad Adenauer Stiftung organisierten Veranstaltung ist Hans-Jürgen Grasemann, ehemaliger Oberstaatsanwalt aus Braunschweig. Er hat das Schicksal von Manfred Smolka über viele Jahre lang recherchiert. Für ihn ist der Fall ein exemplarisches Beispiel für das Zusammenwirken von Staatssicherheit, SED und Justiz in der DDR.

Film und Vortrag am Landgericht Cottbus beginnen am Dienstagabend um 19 Uhr. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.