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| 19:02 Uhr

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Vorsichtiger WM-Optimismus auf Cottbuser Straßen

Paul Jorsch
Paul Jorsch FOTO: LR / Jenny Theiler
Cottbus. Cottbus ist gespalten, denn die Prognosen für das Spiel Deutschland gegen Schweden am Samstagabend könnten nicht unterschiedlicher sein. Während die einen bereits jetzt schon den Glauben an die Nationalmannschaft und den WM-Sieg verloren haben, hoffen die anderen auf das finale Erwachen des deutschen Kampfgeistes. Dennoch – eine durchweg optimistische Grundstimmung ist in Cottbus nicht zu erkennen. Von Jenny Theiler

Trotz der derzeit allgegenwärtigen Fußballbegeisterung, gibt es auch junge Menschen, die sich vom WM-Fieber nicht anstecken lassen. Paul Klupiec (23) interessiert sich kaum für Fußball und verfolgt die WM nur nebenbei. „Ich fange erst ab dem Achtelfinale an, das Ganze zu verfolgen, dann ist es für mich auch spannender“, erklärt der Cottbuser. Eine Prognose möchte er auch noch nicht abgeben. „So wie es jetzt aussieht, kann immer noch alles passieren. Alles ist möglich, und am Ende wird sowieso der Bessere gewinnen.“

Ähnlich diplomatisch sieht es auch Roland Rosenbaum (66) aus Leipzig. „Ich halte ein Unentschieden für realistisch“, erklärt der Tourist und tippt auf 1:1. „Aber ich glaube sowieso, dass Deutschland ausscheidet und das würde ihnen auch mal ganz gut tun. Die sind mir einfach viel zu überheblich geworden“, bedauert der Leipziger, hat für die Nationalelf aber noch einen gut gemeinten Rat: „Fangt endlich mal an zu kämpfen!“

An ein 2:1 glaubt Paul Jorsch (69). „So langsam müssen sie sich mal Mühe geben“, erklärt er. Der Cottbuser glaubt an das Talent und die Professionalität der Mannschaft, ist sich aber dennoch des Sieges nicht sicher. „Eine gewisse Klasse ist ja durchaus zu erkennen, aber der Sieg muss jetzt endlich her, sonst haben sie später einfach keine Chance mehr“, meint der Cottbuser.

Auf einen Siegt hofft auch Susann Kraus (53). „Die erste Klatsche haben sie ja nun schon kassiert. Ich hoffe, dass sie jetzt endlich mal wach geworden sind“, erklärt die Cottbuserin und tippt auf ein 2:1 für Deutschland.

„Ich denke, dass es ein 1:1 wird“, meint Christin Wolschke (28) aus Hoyerswerda. „Damit wäre ihnen zwar auch nicht geholfen, aber es ist immer noch besser als eine Niederlage. Man soll ja immer optimistisch bleiben“, erklärt die 28-Jährige.

Optimistisch denkt Ulla Ullrich (76) schon lange nicht mehr. Die Cottbuserin glaubt, dass der Schock über die Niederlage gegen Mexiko noch immer zu tief sitzt und denkt, dass die Schweden mit einem knappen Sieg von 1:0 das Spiel für sich entscheiden werden. „Ich befürchte, dass es so kommen wird, aber ich hoffe es natürlich nicht“, so die Rentnerin.

Das sieht Sven Benesch (41) hingegen anders. Er glaubt, dass das 0:1 gegen Mexiko der nötige Ansporn für einen 2:1-Sieg sein wird. „Sie werden sich jetzt am Riemen reißen und am Samstag alles geben“, sagt der Cottbuser. „Ich hoffe nur, dass diesmal auch andere Spieler eingesetzt werden und die Kranken auf der Bank bleiben.“

Dem 2:1-Tipp schließt sich auch Heinz Jürgen Kuhn (70) an. „Nach der letzten Leistung ist das zwar nicht zu erwarten, aber ich hoffe das natürlich. Ein Sieg wäre jetzt wirklich schön“, sagt der Tourist aus Hungen bei Gießen.

Susann
Kraus
Susann Kraus FOTO: LR / Jenny Theiler
Christin
Wolschke
Christin Wolschke FOTO: LR / Jenny Theiler
Sven
Benesch
Sven Benesch FOTO: LR / Jenny Theiler
Heinz Jürgen Kuhn
Heinz Jürgen Kuhn FOTO: LR / Jenny Theiler