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| 20:15 Uhr

Spreewälder Sagennacht
Das Schärfste aus dem Spreewald

 Darsteller der  Spreewälder Sagennacht am Burger Bismarckturm: Jorko-Mime  Jakob Schäfer, Zauberin-Darstellerin Julia Peickert, Regisseur Johannes Gärtner und Spreewaldmädchen Anka Elke Zeh (v.r.)
Darsteller der Spreewälder Sagennacht am Burger Bismarckturm: Jorko-Mime  Jakob Schäfer, Zauberin-Darstellerin Julia Peickert, Regisseur Johannes Gärtner und Spreewaldmädchen Anka Elke Zeh (v.r.) FOTO: Marion Hirche
Burg. Vorbereitungen zur Spreewälder Sagennacht auf dem Burger Schlossberg laufen. Von Marion Hirche

In sechs Wochen ist es wieder soweit. Der Wendenkönig hält  Einzug auf dem Burger Schlossberg. Mit ihm kommen all seine Zeitgenossen: die Sagenfiguren des Spreewalds, die Dorfbewohner, die tapferen Kämpfer des Königs.

Vom 8. bis 10. Juni ist in Burg am Bismarckturm„Spreewälder Sagennacht“-Zeit. Dabei wird ein neues Kapitel aus dem Leben der wohl schillerndsten Sagengestalt des wendischen Volkes erzählt.

Librettistin Jewa-Marja Cornakec hat ihre Geschichte „Die Rache“ in Anlehnung an tatsächliche Ereignisse kurz nach der ersten Jahrtausendwende der Neuzeit geschrieben: Endlich herrscht Frieden in der Lausitz. Doch die Ruhe ist trügerisch. Junge Mädchen verschwinden. Die beiden Lutki Jorko und Jolka ergründen das Geheimnis, können es aber nicht mehr rechtzeitig dem Wendenkönig übermitteln. In dessen Hochzeitsnacht verschwindet auch seine Anka. Dafür schwört er „Rache“. Dabei unterstützen ihn auch die Schlangenkönigin, die Mittagsfrau. Es geht gegen die dunkle Zauberin Wurlawa. Da spielt diesmal auch das Schärfste, was der Spreewald zu bieten hat, eine Rolle als „Waffe“ – der Meerrettich.

Bei der gestrigen Pressekonferenz zur diesjährigen Sagennacht auf dem Burger Schlossberghof kosteten einige Darsteller diese besondere Spreewaldfrucht auf frischen Brot: Zauberin Wurlawa Julia Peickert, Regisseur Johannes Gärtner und Jorko-Darsteller Jakob Schäfer. Sie waren sich einig: „Mein lieber Mann, das ist kein Sahnemeerrettich, der ist ganz schön scharf“.

Schon zum 5. Mal  ist das Sorbische National-Ensemble in der künstlerischen Verantwortung für diese besondere Inszenierung, die auch in diesem Jahr an allen drei Abenden mit einem Feuerwerk enden wird.

„Aber wir werden diesen Sternenregen in die Handlung integrieren“, kündigte der aus Dresden kommende neue Regisseur Johannes Gärtner an. Die Bühne wird noch höher gebaut, das Reich der schwarzen Zauberin wird erweitert, im Bühnenbild wird eine Spreewaldbrücke integriert. Erstmals wird die Mittagsfrau auftauchen.

„Wir arbeiten natürlich mit der Erfahrung, die wir hier in den fünf Jahren sammeln konnten, aber es bleibt für uns auch 2019 eine neue kreative Herausforderung“, betonte die Geschäftsführerin des Sorbischen National-Ensembles Diana Wagner. Zudem versprach Regisseur Johannes Gärtner sehr viele Bezüge zum Heute und den Einsatz zahlreicher Komparsen.

Auch das bewährte Konzept der Heranführung an die sorbisch/wendische Sagenwelt im Vorprogramm wird dieses Jahr beibehalten. Erstmals sind daran die Mädchen und Jungen des Burger Kinder- und Lernhauses „Lipa“ beteiligt. „Die Spreewälder Sagennacht wird wieder eine gute Gelegenheit sein, die wendische Sprache in Einheit mit Kultur in den Mittelpunkt zu rücken“, freute sich Michael Koch, 1. Beigeordneter des Landkreises Spree-Neiße.

„Ich freue mich schon sehr auf diese Aufführung. Das ist für mich immer was ganz Besonderes, aber auch eine große Anstrengung. Man muss den ganzen Abend voll konzentriert sein“, sagte Julia Peickert, die auch 2019 wieder die Bösewicht-Rolle der Wurlawa übernimmt.

Die Karten kosten für Vollzahler 22.50 Euro im Vorverkauf. Sie sind  in Tourismusinformationen der Region, bei allen CTS-Verkaufsstellen und bei bekannten Ticketportalen zu erhalten.