Behindertensport. "Das war für mich eine Riesenüberraschung", bekannte der aufgeschlossene junge Mann, der seit 18 Monaten für die VSG Cottbus am Netz sitzt. "Ich hatte durch die Folgen eines schweren Motorradunfalls mein linkes Bein verloren", erinnert der Gymnasiast an einen schweren Schicksalsschlag seines Lebens. Sport aber wollte der ehemalige Judokämpfer vom PSV Cottbus auch danach nicht missen. Er spielte Rollstuhlbasketball. "Aber als ich mit dem Stuhl umkippte und auf den Hinterkopf schlug, fand ich das nicht so gut", erinnert sich der links Oberschenkelamputierte an den sportlichen Disziplinwechsel. "Ich wurde Sitzvolleyballer. Bis heute habe ich es nicht bereut, denn der VSG ist eine dufte Truppe." Hier kann er auch etwas lernen, denn mit dem über 70fachen Auswahlspieler Uwe Haußig aus Frauendorf hat er einen ordentlichen Berater. Peter Schlorf reiste mit zur Jugendweltmeisterschaft nach Slowenien. "Das ist natürlich eine besondere Freude. Ich werde hier natürlich alles geben und meine Chancen nutzen", versichert der Glinziger. "Er sollte das beherzigen, was er im Training lernte", gibt ihm Auswahl-Ass Haußig mit auf die Reise. "Das WM-Turnier wird für ihn eine erste Standortbestimmung", weiß Haußig aus eigener Erfahrung.
Mit seinem jugendlichen Ehrgeiz will er auch die sportliche Möglichkeit packen und nach Serienschluss vielleicht bei einem der führenden deutschen Vereine spielen. "Hauptziel aber bleiben erst mein Abi im kommenden Jahr und dann ein Studium. Vielleicht Geschichte", legt er sich schon ein wenig fest. Seine Schulfreunde und die Lehrer im Niedersorbischen Gymnasium drücken ihm jetzt erst einmal die Daumen für die sportliche Prüfung. Immerhin ist es die erste WM-Teilnahme einer deutschen Jugendauswahl im Sitzvolleyball und Peter Schorf ist dabei.