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Tierpräparate in Peitz zu sehen
Von Vögeln der Teichwelt bis zu australischen Astrilden

Klaus-Dieter Jost zeigt auch andere Bewohner der Peitzer Teichwelt wie Dachs und Marder.
Klaus-Dieter Jost zeigt auch andere Bewohner der Peitzer Teichwelt wie Dachs und Marder. FOTO: Amt Peitz
Peitz. Peitzer Hüttenwerk zeigt eine Sonderausstellung zur zoologischen Präparation von Klaus-Dieter Jost.

Im Eisenhüttenwerk Peitz ist am vergangenen Wochenende eine neue Sonderausstellung eröffnet worden. Unter der Überschrift „Von der Mücke zum Elefanten – Einblicke in die zoologische Präparation“ werden Tierpräparate gezeigt. Besucher erfahren darin mehr über diese Form der Erhaltung der Tierwelt für unsere Nachfahren.

Die Präparate wurden von Klaus-Dieter Jost gestaltet. Jost zeigt hier zahlreiche Objekte, vor allem der einheimischen Tierwelt. So entdeckt der Betrachter einen Jagdfasan ebenso wie eine Amsel oder einen Grünspecht. Die Vögel sind meist auf Wurzeln oder Ästen dargestellt. Aber auch Vögel aus weit entfernten Gebieten sind vertreten, so zum Beispiel die kleinen australischen Astrilden. Wie schwierig es ist, ein echtes Abbild der Natur zu schaffen, kann der Besucher hier gut nachvollziehen.

Zur Ausstellungseröffnung war der „Künstler am Tier“, wie er sich selbst nennt, persönlich anwesend und arbeitet direkt in der Ausstellung. Hier hat er die filigranen Schritte bei der Präparation eines Waldkauzes demonstriert, und jeder konnte ihm über die Schulter schauen.

Der Peitzer Bürgermeister Jörg Krakow sagte zur Eröffnung der Sonderschau im Hüttenwerk: „Wir sind ja nicht nur eine Karpfen- und Fisch-Hochburg, sondern unsere Teiche sind auch die Heimat vieler Vögel. Leider sind die ja meist gar nicht oder nur von Weitem zu sehen. Dank dieser Ausstellung können wir die fliegenden Bewohner unserer Heimat genauer sehen. Die Sonderausstellung ist ein zusätzlicher Magnet für unsere Museen hier an diesem Standort“.

Die Ausstellung von Klaus-Dieter Jost war bereits in seiner früheren Heimat Mecklenburg-Vorpommern sowie in Doberlug-Kirchhain und in Spremberg zu sehen. Heute wohnt der 60-Jährige in Bagenz, errichtet im dortigen Spreecamp eine Werkstatt mit Schaucharakter zur Tierpräparation. Er ist mit seinem Umzug in die Lausitz an seine Wurzeln in Schorbus zurückgekehrt.

Zum Titel der Ausstellung hat der staatlich geprüfte Tierpräparator seine eigene Erklärung: „Ich werde oft gefragt, was ich denn alles präpariere. Da umschreibe ich das immer mit der Redewendung ‚Von der Mücke bis zum Elefanten’. Naja, der Elefant hat in Peitz aus Platzgründen nicht reingepasst und für die winzige Mücke fehlte das Licht … Nein, das ist Spaß. Wir mussten einfach eine Auswahl treffen aus den vorhandenen Ausstellungsstücken, denn der Platz in der ersten Etage des Hüttenmuseums ist begrenzt“.

Klaus-Dieter Jost möchte noch öfter bei öffentlichen Veranstaltungen im Peitzer Hüttenwerkskomplex Einblicke in die Präparationskunst geben. Sein größtes bisher geschaffenes Objekt ist im Forster Kreishaus zu sehen: ein Mammut in Lebensgröße.

Die Sonderschau in Peitz ist jetzt bis 30. April zu sehen. Bis März hat das Museum jeweils von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr sowie am Sonnabend und Sonntag von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

(jul)