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| 01:04 Uhr

Von Visionen und Kacheln – Dichterschlacht im Sound

„Poetry ist keine Comedy, Poetry ist Beteiligung“ – markige Worte. Geschossen von vier Wortakrobaten auf der Bühne im Sound. Gäste des Abends waren die Berliner Poesie-Aktivisten „SpokenWordBerlin“ . Mathias Krohn

In ihren Texten ging es um One Night Stands, Visionen und Kacheln.
Von absurd bis witzig donnerten die Gedichte oder Geschichten von der Bühne. Wortgewaltig fesselten sie solo oder zu viert die Zuhörer an ihre Stühle.
Der Cottbuser Klub belebt die Woche mit einer neuen Veranstaltungreihe. Jeden letzten Mittwoch im Monat heißt es „Slam! Poetry!“ . Und das geht so: Der Künstler auf der Bühne ruft „Slam!“ und das versammelte Publikum erwidert lautstark „Poetry!“ . Das war aber nicht alles an Beteiligung. Lausitzer können ihre Texte vorm Spiegel üben und dann im Sound präsentieren.
Genutzt hat diese Gelegenheit MC Baum (22) aus Cottbus. Der junge HipHopper rezitierte zwei Songs von seiner neuen CD. Sein Fazit: „Es war das erste Mal, dass ich ohne Musik auf der Bühne stand. Die Zuschauer kamen, um den Texten zuzuhören und nicht den Rhythmen.“
Über 80 Zuschauer kamen zu der Gedichteschlacht. Veranstalter Roberto Nothnagel (39) freute sich: „Schön, dass wir so viele für Kultur begeistern konnten.“ Die Zuschauer dankten es. „Eigentlich habe ich etwas anderes erwartet. Mehr Musik. Aber es war ganz gut.“ , so Andrea Hauska (18). Matthias Helas (29) war beeindruckt: „Mir imponiert die Sprachgewandtheit. Für jeden ist etwas dabei: ernste Themen und herrlicher Schrott.“
Der nächste Poetry Slam findet am 27. April um 20 Uhr im Sound, Mauerstraße 7, statt.