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Von Luther bis Dreschmaschine

Bei der Vorstellung des Programms zur 13. Lausitzer Museumsnacht zeigt Diana-Susanne Schuster vom Wendisch-Deutschen Museum in Jänschwalde den Webstuhl, der am 9. September eingeweiht werden soll.
Bei der Vorstellung des Programms zur 13. Lausitzer Museumsnacht zeigt Diana-Susanne Schuster vom Wendisch-Deutschen Museum in Jänschwalde den Webstuhl, der am 9. September eingeweiht werden soll. FOTO: Hirche/jul1
Cottbus/Spree-Neiße. 25 Museen und Kultureinrichtungen bestreiten am 9. September die 13. Marion Hirche / jul1

Museumsnacht im Lausitzer Museenland. Ausstellungen, geführte Rundgänge, Filmvorführungen, Aktionen, Konzerte und Tanzveranstaltungen werden an diesem Tag zwischen 15 und 24 Uhr zu erleben sein.

Hermann Kostrewa, erster Beigeordneter des Landkreises Spree-Neiße, betonte bei der Programmvorstellung die große Bedeutung der Museumsarbeit: "Museen machen Dinge aus der Vergangenheit erlebbar. Durch das breite und qualitativ hochwertige Angebot in unserem Kreis bietet sich hier eine sehr gute Möglichkeit zu einer lebendigen Geschichtsdarstellung für Kinder und Jugendliche. Zudem sind Museen immer touristische Magnete. Die Museumsnacht ist ein ganz besonderer Höhepunkt der Arbeit". Der Spree-Neiße-Kreis steckt in diesem Jahr 355 000 Euro in die Museumsförderung. 220 000 Euro entfallen auf die institutionelle Förderung. 90 000 Euro stehen für Projekte zur Verfügung. Für die Museumsnacht sind 45 000 Euro fest vergeben. Hermann Kostrewa bedankte sich bei allen Organisatoren der Veranstaltungen in den einzelnen Regionen.

Im Wendisch-Deutschen Heimatmuseum in Jänschwalde wird am 9. September ein Webstuhl in den Dienst gestellt, der die Ausstellung bereichern soll. Die Lübbener Schmorgurken werden die Museumsbesucher ab 18 Uhr mit Liedern der 20er-Jahre unterhalten. Zu den Höhepunkten im Raum Peitz gehört der Ausflug in die Vergangenheit im Erlebnispark Teichland ab 18 Uhr. Der aus der DDR-Fernsehsendung "Aktuelle Kamera" bekannte Nachrichtensprecher Klaus Feldmann lädt zu einem kabarettistischen Ausflug in frühere DDR-Tage ein. Im Heimatmuseum Tauer spielt die Gruppe Drjewjanki.

An der Noßdorfer Wassermühle werden Handwerker ihre alte Kunst vorführen. Die Meisterschaft im Mühlensack-Gewichtheben, Puppentheater und Streichelzoo sind etwas für die ganze Familie. Das Dorfmuseum Sacro präsentiert zusammen mit der Kultur-Kirche eine Lutherausstellung. Dazu wird sich der Vorhang für ein Theaterspiel zum Thema Luther öffnen. Wie Walter Ulbricht den Webautomaten nach Forst brachte, erfahren Besucher am Nachmittag im Brandenburgischen Textilmuseum.

Im Niederlausitzer Heidemuseum dreht sich in dieser Nacht dagegen alles um Bienen. Das Niederlausitzer Sorbische Dorfmuseum Bloischdorf lässt die Puppen tanzen. Ein Marionettentheater ist ab 17 Uhr zu Gast. An der "Alten Ziegelei" in Klein Kölzig dürften die Feldbahnfahrten um 20 und 22.30 Uhr am meisten locken. Das Ostereiermuseum in Sabrodt ist empfangsbereit, und im Archäotechnisches Zentrum in Welzow gibt es Informatives über archäologische Ausgrabungen.

Neuer Teilnehmer der Museumsnacht ist das Kellermuseum, das sich im City-Hotel in Welzow befindet. Neben der Besichtigung gibt es im Hotel auch Vorträge über die verschwundene Lutherkirche und ab 20 Uhr den Museumsball. In der "Alten Mühle" in Proschim wird die alte Dreschmaschine angestellt. An der Burger Heimatstube werden Sagenfiguren des Spreewalds vorgestellt, und für das Dissener Heimatmuseum sind Puppenspiel, Märchen und eine Taschenlampenführung für Kinder angekündigt. Die Eltern erleben, wie Butter gemacht wird, und können den Abend bei Wein und Musik genießen. In Guben werden im Stadt- und Industriemuseum Hutmodelle bemalt. In beleuchteten Flugzeugen und Hubschraubern können Besucher des Cottbuser Flugplatzmuseums Platz nehmen. Fast alle Veranstaltungen sind eintrittsfrei.

www.lausitzer-museenland.de