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| 02:33 Uhr

Von Jugendlichen für Jugendliche

FOTO: Meyer
Cottbus. Unter dem Motto "Was machen! Kinder- und Jugendtreffs in Cottbus" wurde gestern eine neue Plakataktion auf dem Betriebshof der Cottbusverkehr GmbH vorgestellt. Die Kampagne ist das Ergebnis eines Workshops der zweiten Cottbuser Jugendkonferenz, die im März dieses Jahres stattfand. Stephan Meyer

Mithilfe einer Plakataktion wollen die Initiatoren der letzten Cottbuser Jugendkonferenz auf die Kinder- und Jugendtreffs der Stadt aufmerksam machen. "Die Jugendlichen können auf diese Weise über den Tellerrand des eigenen Schulangebotes hinaus schauen", betonte Marianne Materna, die Cottbuser Kinder- und Jugendbeauftragte. Zu den 22 aufgelisteten Jugendtreffs gehören unter anderem das Caritas Familienzentrum, das FC Energie Cottbus Fanprojekt und der Freizeitclub "ganz unbehindert".

Die einzelnen Standorte sind auf dem Streckennetz von Cottbusverkehr gekennzeichnet. Dank der Zusammenarbeit mit Cottbusverkehr und dprint sind die Aushänge in zehn Bussen zu sehen. Doch die Poster hängen auch dort, wo sich junge Leute ohnehin treffen. Die Idee hinter der Aktion stammt von den Schülern, die an dem Workshop "Mach's öffentlich" der letzten Jugendkonferenz teilgenommen haben. Bei der Konferenz diskutierten die Jugendlichen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur über Flüchtlinge, Zukunftsängste und Naturschutz.

Bei der Arbeit in verschiedenen Workshops wurden Konzepte zur Stadtgestaltung entwickelt. Die Plakataktion ist nur eineder umgesetzten Idee von vielen.

Alexander Krieger vom Cottbuser Jugendamt findet den Einfall der Schüler "einfach und genial". Für ihn ist das ein Beweis, dass sich die Konferenz etabliert hat. Diese "lebt von engagierten und motivierten Jugendlichen". Bei den Workshops haben die Schüler Mitspracherecht und wirken direkt mit. Ihm ist es wichtig, dass "Jugendliche dort abgeholt werden, wo sie sind". Dazu trägt das neue Unterfangen bei. Marianne Materna erklärte, dass in der Konferenz Projektideen zu Stande kamen, die machbar und praktikabel sind. Das Workshop-Ergebnis sei Kommunalpolitik zum Anfassen. "Politik besteht nicht nur aus Wahlen. Sie geht auch Jugendliche an und ist etwas Konkretes", so Materna.

Weitere Ergebnisse der Workshops werden nachbereitet. "Zwischen den Konferenzen soll etwas passieren im Sinne der Nachhaltigkeit", sagte Marianne Materna. Außerdem wird es zum Schuljahresbeginn eine Auftaktveranstaltung zu der Kampagne geben. Darüber hinaus ist eine Fortsetzung der Jugendkonferenz geplant.