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| 02:33 Uhr

Von Bauvorhaben und Schmutzecken

Christian Selka ( 2.v.l.), Saskia und Oliver Lukas (r.) wurden von Bürgermeisterin Ira Frackmann als neue Einwohner begrüßt.
Christian Selka ( 2.v.l.), Saskia und Oliver Lukas (r.) wurden von Bürgermeisterin Ira Frackmann als neue Einwohner begrüßt. FOTO: Hirche/jul1
Burg. Traditionell trafen sich die Burger am ersten Sonnabend im Januar zu ihrer Jahresauftakt-Einwohner-Versammlung. Nach wendischem Brauch gab es einen Rückblick auf das vergangene Jahr und einen Ausblick auf die kommenden zwölf Monate. Marion Hirche/jul1

Außerdem stellten sich Neubürger vor. Oliver Lukas ist nach zehn Jahren mit Frau Saskia und Tochter in sein Heimatdorf zurückgekehrt. Christian Selka hat genau wie Oliver im Storchenring gebaut, wohnt jetzt hier mit seiner Frau Ria und seinen beiden Kindern. Beide jungen Männer sind Burger, haben sich aber trotzdem in die Dorfgemeinschaft eingekauft, weil sie jetzt mit ihren Familien hier leben.

Traditionell ließ Bürgermeisterin Ira Frackmann das letzte Jahr noch mal Revue passieren. Sie zählte die vielen Veranstaltungen auf, vom Maskenball bis zum Adventsfest. Die Urnengrabanlage und der Radweg nach Müschen wurden fertiggestellt.

Sie bedankte sich bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für die 163 Einsätze, beim Sportverein, beim Heimat- und Trachtenverein, bei der Volkssolidarität. Sie kündigte an, dass im Frühjahr die Kahnfahrt im Dorf eröffnet wird, dass die Arbeiten für den Ersatzneubau für die Gesundheitskita "Spreewald-Lutki" voranschreiten und dass die Vorbereitungen für die dringend nötige Mehrzweckhalle vorankommen.

Die Bürgermeisterin berichtete von der Zukunftswerkstatt, die durchgeführt wurde, um ein Konzept für die Entwicklung des Dorfes zu erarbeiten. Sie rief die Einwohner auf, sich an der derzeit laufenden Bürgerumfrage ebenso zu beteiligen wie an der Volksinitiative gegen die Kreisgebietsreform. Amtsdirektorin Petra Krautz ging auf die Bauvorhaben ein und machte auf die bevorstehenden Jubiläen 25 Jahre Amt Burg, 25 Jahre Heimat- und Trachtenfest und 100 Jahre Bismarckturm aufmerksam.

In der anschließenden Diskussion wurden die ärgerlichen Schmutzecken von Burg ebenso angesprochen wie die zum Glück gerettete Privat-Kita "Penkezwerge". Kritisiert wurde, dass der Burger Bismarckturm zwischen Weihnachten und Neujahr nicht geöffnet war, dass der Spreehafen jetzt schlecht beleuchtet ist und dass am zweiten Weihnachtsfeiertag viel zu wenige Gaststätten geöffnet hatten.

Kontrovers wurde das Vorhaben diskutiert, das erste Brandenburger Kinderhospiz hinter der Burger Schule zu bauen. Enrico Jank forderte einen anderen Standort.

Der Burger Gemeindevertreter Alexander Wach lud alle Anwesenden ein, sich öfter für die Arbeit der Gemeindevertretung zu interessieren: "Vielleicht hat es zu früheren Zeiten gereicht, einmal bei der Woklapnica seine Meinung zu äußern, heute sind die Aufgaben und Probleme so vielfältig, dass wir Ihre Unterstützung viel öfter brauchen." In dem Zusammenhang gab es den Hinweis, dass die Sitzungen in einem barrierefrei erreichbaren Raum stattfinden sollten.

Manfred Böhme hatte einen weiteren Rat: " Wir haben vielen Ehrenamtlern gedankt, aber wir sollten die Gewerbetreibenden nicht vergessen. Vielleicht könnte man sie auch mal in der Woklapnica mit einem kleinen Präsent würdigen." Karin Reinke regte an, Protokoll zu schreiben und Antworten auf immer wieder auftretende Fragen in der darauffolgenden Woklapnica zu geben.

Zum Thema:
Im vergangenen Jahr lebten in Burg 4350 Einwohner. Es gab 25 Geburten und 18 Eheschließungen. 62 Menschen sind gestorben. Außerdem verzeichnete das Einwohnermeldeamt 188 Zuzüge und 165 Wegzüge. 620 Einzelunternehmen gibt es in der Gemeinde. 106 Bauanträge wurden gestellt, davon 97 genehmigt.