Wie Nadine Heidenreich zu "Zibb" gekommen ist? "Ich hab' mich beworben", sagt die 34-Jährige, die jetzt in Berlin lebt. Zweieinhalb Jahre ist das her. Vor einem halben Jahr kam die Einladung zum Casting. Das sei abgelaufen wie normaler Fernsehalltag. Moderationen vorbereiten und Interviews schreiben eben.

Nadine Heidenreich hat die Prüfer überzeugt. Am Donnerstag ab 18.30 Uhr wird sie gemeinsam mit Harald Pignatelli vor der Kamera stehen. Bei "Zibb" läuft alles live und ohne Teleprompter. Mit Sicherheit eine Herausforderung. Aber gleichzeitig eine gute Möglichkeit, sich zu entfalten. Die Moderatorin sagt: "Ich möchte erfahren, was ich kann". Und: "Eine Cottbuserin in der Hauptstadt moderiert ,Zuhause in Berlin und Brandenburg'. Das ist doch wie Latsch und Bommel!"

Die 34-Jährige arbeitet als Synchronsprecherin, Schauspielerin und Sängerin. Die Zuschauer kennen sie aus "Rote Rosen" und "Küstenwache", als Synchronstimme der Piper Chapman in "Orange is the New Black" und als Moderatorin des Internet-Formats "Ich packe meinen Koffer".

Erst am vergangenen Samstag hat Nadine Heidenreich den Juristenball in Hamburg moderiert. Auch für Auftritte als Sängerin mit Dennis Durant und Band will sie künftig noch Zeit haben.

Die Grundlage für das, was die 34-Jährige bisher erreicht hat, ist in Cottbus gelegt worden. "Was ich durch das Cottbuser Kindermusical gelernt habe, sind Disziplin und das Wissen, dass man proben muss, damit eine Sache gut wird", sagt sie. Ihre Lehrmeister waren die Cottbuser Manfred Lehmann, Helmut Winkelmann und Waltraud Richter.

Nach dem Abitur lernte sie aber "etwas Vernünftiges" und machte eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Danach folgte sie wieder ihrer wahren Leidenschaft und studierte Schauspiel, Gesang und Tanz an der Stage School Hamburg sowie am renommierten Lee Strasberg Institute New York.

Ihren ersten Fernsehauftritt hatte die die damalige Nadine Fahrner im Jahr 1988. "Ich habe früh gelernt, mit Lampenfieber umzugehen", sagt sie. "Die Freundlichkeit bin ich" hieß das Stück und die junge Darstellerin hatte sogar ein Solo im Finale.

Kaum zu toppen ist aber der Auftritt beim ersten Musikantenstadl in der ehemaligen DDR, das in der Stadthalle Cottbus stattfand. Acht bis zehn Kinder aus dem Cottbuser Kindermusical wurden damals spontan ausgewählt, um mit Karl Moik gemeinsam auf der Bühne zu stehen.

Heute bekennt die neue "Zibb"-Moderatorin: "Cottbus wird immer meine Heimat bleiben. Ich mag die Stadt, in der der Grundstein für das gelegt worden ist, was ich tue."