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Vom "Gemütlichen Christian" zum noch gemütlicheren "Dorfkrug"

Andreas Blumrodt ist der neue Inhaber der Gaststätte in Striesow. Er muss noch das Schild mit dem Namen "Dorfkrug" aufhängen. Am Samstag wir erstmals offiziell eröffnet – zur Haus-Kirmes.
Andreas Blumrodt ist der neue Inhaber der Gaststätte in Striesow. Er muss noch das Schild mit dem Namen "Dorfkrug" aufhängen. Am Samstag wir erstmals offiziell eröffnet – zur Haus-Kirmes. FOTO: Hirche/jul1
Striesow. In Striesow ist 2008 das letzte Lokal, die "Fröhliche Quelle", geschlossen worden. Jetzt gibt es im Ort wieder eine Dorfgaststätte. Marion Hirche/jul1

Am Sonnabend, 22. Oktober, wird sie offiziell eröffnet.

Ab 17 Uhr sind alle herzlich zur Haus-Kirmes eingeladen. Die "Drachencombo" wird zum Tanz aufspielen, außerdem gibt es Musik von "Black & Beautiful". Der Eintritt ist frei. Bis dahin hat Andreas Blumrodt noch jede Menge zu tun. Ihm gehört das Gebäude der Striesower Gaststätte seit zwei Jahren.

"Ich wollte ein Haus haben, wo ich nach Feierabend ein bisschen werkeln kann. Die Gaststätte habe ich im Immobilienangebot der Sparkasse entdeckt", erklärt der Cottbuser. Der 47-Jährige arbeitet als Tischler und konnte deshalb viele Arbeiten in dem Haus in den zurückliegenden zwei Jahren selbst bewältigen.

Gaststätte und Saal sind komplett saniert worden und die alten Tische wurden aufgearbeitet. Dazu wurden von einem anderen Restaurant, das zugemacht hat, passende Stühle gekauft. Die Holzvertäfelung hat einen ebenso neuen Anstrich wie der Gastraum nebst Saal einen neuen Farbanstrich oder Tapeten bekommen haben. Neue Lampen wurden installiert und es gibt einen neuen Tresen. Ein absoluter Hingucker sind die Wände in der Gaststätte und die Decke im Saal geworden.

Im Gastraum hängen unzählige Bilder, Spiegel und Werbeschilder. "Beim Aufräumen haben wir auf dem Boden einige alte Fotos gefunden. Darunter waren auch das Bild vom Besitzer der Gaststätte Christian Konnopke, der auch einer der ersten Autobesitzer im Ort war; ein Hochzeitsfoto aus den 30iger-Jahren und ein Foto mit dem damaligen Gaststättennamen ‚Zum gemütlichen Christian'. Die habe ich gerahmt und mit aufgehangen." Im Ergebnis ist ein wohnlicher Raum entstanden, in dem sich jeder Gast wohlfühlen kann.

Besonders schön ist die Decke im Saal: Dort tummeln sich halbe, viertel und ganze Noten vom "Vogelhändler" und von "Frohe Stunden". "Wir haben einfach alte Notenblätter aufgeklebt, damit es nicht so langweilig aussieht."

Andreas Blumrodt hat den Gaststättenbetrieb schon während der Fußball-Europameisterschaft getestet. Zu den Deutschlandspielen saßen einige Zuschauer hier und haben gemeinsam geguckt. "Ob ich allerdings regelmäßige Öffnungszeiten einführe, steht noch nicht fest. Auf alle Fälle werden wir den ‚Dorfkrug' aber für Feste und private Feiern öffnen. Ab sofort bin ich für Bestellungen offen", sagt der Gastwirt, der in Cottbus vor ein paar Jahren bereits Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt hat. Bei gutem Zuspruch ist die regelmäßige Öffnung an Freitagen denkbar. Am Sonnabend geht es aber erstmal offiziell los, Zu Trinken gibt es genügend und an einen Imbiss ist auch gedacht.