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| 19:01 Uhr

Kultur
Ein Leseherbst mit Premieren, Grenzgängern und Zauberschülern

Akteure der Herbst-Veranstaltungen (v.l.o.n.r.u.): Susanne Lambrecht (Foto: Gerd Rattei), Elie Levy (Foto: Florian Miedl), Prof. Dr. Detlef Jena (Foto: privat), Olga Martynova (Foto: Jürgen Bauer), Reinhard Stöckel (Foto: Kerstin Stöckel), Hans-Georg Wagner (Foto: Thomas Kläber)
Akteure der Herbst-Veranstaltungen (v.l.o.n.r.u.): Susanne Lambrecht (Foto: Gerd Rattei), Elie Levy (Foto: Florian Miedl), Prof. Dr. Detlef Jena (Foto: privat), Olga Martynova (Foto: Jürgen Bauer), Reinhard Stöckel (Foto: Kerstin Stöckel), Hans-Georg Wagner (Foto: Thomas Kläber) FOTO: Stadtbibliothek Cottbus
Cottbus. Es gibt viel zu feiern im „Kleinen literarischen Herbst“: ein neues Angebot, einen neuen Roman, kollektive Lesebegeisterung und runde Geburtstage. Vom 8. September bis zum 6. Dezember präsentiert die Stadt- und Regionalbibliothek 23 Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Familien.

 Am 17.September, 17 Uhr, startet die Bibliothek mit einer neuen Abteilung für einfache und Leichte Sprache. Mitglieder des Lea-Leseclubs und des Leseclubs „Lesen ohne Grenzen“ stellen zur Eröffnung Texte in Einfacher Sprache vor. „Wie im Vorüberschweben eines leisen Traumbilds“ ging Goethe durch den Wörlitzer Park. Was ihn, Weimar und das Wörlitzer Gartenparadies verbindet, schildert der Historiker Prof. Dr. Detlef Jena am 24.September, 17 Uhr,  in unterhaltsamen Bildern. Auch Pücklers „Parkomanie“ wäre ohne Wörlitz nicht denkbar. Ist in virtuellen Welten tatsächlich alles möglich? Das Lernzentrum mit der Bibliothek ist einer der 20 Orte in der „Nacht der kreativen Köpfe“ am 6.Oktober. Unter dem Motto „Weltenwechsel“ bewegen sich die Angebote hier zwischen Tradition und Moderne, Realität und Virtualität. Der Pantomime Elie Levy spart nicht mit Worten, wenn es um die Geheimnisse der Körpersprache geht. Spontane Improvisationen verleihen seinem Vortrag am 11.Oktober, 19.30 Uhr, einen unverwechselbaren Charme. Was hat es mit diesem „Kasten aus Tannenholz“ auf sich? In der gemeinsamen Reihe von Bibliothek, Volkshochschule und Konrad Adenauer Stiftung „Kulturgut Bibel“ stellt die Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin Susanne Lambrecht diesmal Noahs Arche und den Regenbogen in den Mittelpunkt. Ihr mit Kunstwerken verschiedener Epochen bebilderter Vortrag beginnt am 17.Oktober um 19.30 Uhr. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 Ein fesselnder Plot, Einblicke in die tuwinische Etnie und skurrile Szenen der schönen neuen Welt: der nahe Cottbus lebende Autor Reinhard Stöckel hat mit „Der Mongole“ einen neuen Roman veröffentlicht. Die Buchpremiere wird als Lausitzer Lesart gemeinsam vom Brandenburgischen Literaturbüro, der Bibliothek und der Lausitzer Rundschau am 25.Oktober, 19.30 Uhr, präsentiert. „Wir sehen die Gegenwart gar nicht. Noch nicht.“ Sagt Olga Martynova. Mit sensiblen Momentaufnahmen einer unruhigen Welt aus ihrem Essay-Band „Über die Dummheit der Stunde“, ist sie am 30.Oktober, 19.30 Uhr, in einer von der Robert Bosch Stiftung unterstützten „Grenzgänger-Veranstaltung“ zu Gast. Olga Martynova stammt aus Sankt Petersburg und lebt seit vielen Jahren in Frankfurt am Main.

 Bereits zum 7. Mal stellen der Seniorenbeirat der Stadt Cottbus und seine Schreibgruppe Zeitzeugen die besten Beiträge des kleinen Schreibwettbewerbs „Cottbus querbeet“ vor. Die Autoren lassen es sich nicht nehmen, ihre Texte am 5.November, 16 Uhr, selbst vorzutragen. Launige und kenntnisreiche Plaudereien zwischen dem Kulturhistoriker Siegfried Kohlschmidt und den Leihgebern der  ab Ende Oktober im Lesecafé laufenden Ausstellung „Schatz oder Schätzchen?“ sind am 21.November, 19.30 Uhr, zu erwarten. Anlässlich des 20. Artotheks-Geburtstages haben Cottbuser für sie persönlich wichtige oder familiär „missachtete“ Kunstwerke aus ihrem Privatbesitz für die Ausstellung beigesteuert. Am Abend erzählen einige von ihnen ihre Geschichten zu den Bildern.

Es macht einfach Spaß und klüger sowieso. Weihnachtliche Ideen für den Gabentisch gibt’s obendrauf. Die Rede ist vom liebevollen „Streitgespräch“ der Literaturkritiker Thomas Bruhn und Klaus Wilke über besondere Bücher. Der Holzbildhauer Hans-Georg Wagner macht die Troika komplett und offenbart mit seiner munteren Lust am Schreiben eine vielleicht weniger bekannte Seite. Die Interessengemeinschaft Bücher in Cottbus präsentiert „Lesen & Leute“ am 26.November, 19 Uhr. Kinder wollen lesen. Regelrecht lesewütig werden sie, wenn Bücher so geschrieben sind wie Joanne K. Rowlings sieben Bände über den Hogwarth-Zauberschüler. Mit einem Podiumsgespräch soll dem „Phänomen Harry Potter“ am 3.Dezember, 18 Uhr, etwa 20 Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes noch einmal nachgegangen werden.

 Janoschs Tigerente – der 40. Geburtstag wird gefeiert! –, Ritter, Lesefüchse, Igel und Robinson Crusoe bevölkern in zwölf Veranstaltungen den „Kleinen literarischen Herbst für Kinder“. Es gibt einen Vorlese- und Aktionstag rund um Harry Potter und Manfred Schemel liest zum Literarischen Nikolaus „Weihnachten mit Strittmatter“.

 Regelmäßig stattfindende Angebote wie die „Lesestartgeschichten für Dreijährige“, ausgewählte Veranstaltungen der Jugendhilfe zu Erziehungsfragen oder die wöchentlichen Onleihe-Sprechstunden gehören außerdem zum Veranstaltungsangebot im Herbst.

(dst)