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Rückblick und Ausblick in Teichland
Volles Haus in Maust

Kaum ein Stuhl blieb leer im Gemeindezentrum in Maust bei der traditionellen Woklapnica. Neben einem Rückblick aufs Jahr 2017 gab es auch ein bisschen Politik und ein Ausblick auf die anstehende Fastnacht.
Kaum ein Stuhl blieb leer im Gemeindezentrum in Maust bei der traditionellen Woklapnica. Neben einem Rückblick aufs Jahr 2017 gab es auch ein bisschen Politik und ein Ausblick auf die anstehende Fastnacht. FOTO: Marion Hirche
Maust. 120 Teichländer treffen sich zur traditionellen Woklapnica im Gemeindezentrum. Von Marion Hirche

Mehr als jeder zehnte Einwohner der Gemeinde Teichland ließ es sich am Wochenende nicht nehmen, bei der traditionellen Woklapnica ihres Dorfes dabei zu sein. Dieses Jahr war  dieser traditionelle Jahresauftakt in Maust statt. Mehr als 120 Einwohner der drei Ortsteile Maust, Bärenbrück und Neuendorf kamen in das Gemeindezentrum und hörten die Berichte der Bürgermeister und Ortsvorsteher.

Der Bärenbrücker Ortschef Wilfried Neuber berichtete von zahlreichen gelungenen Veranstaltungen, so  vom Maskenball, vom Waleien, vom Erntefest, vom Familiensportfest und vom Festgottesdienst am Glockenturm. Ebenfalls untersetzt mit Bildern zeigte er das neue Einlaufbauwerk für die Bärenbrücker Teiche.

Harald Groba wusste für den Ortsteil Maust von  zwei gelungenen Reitsportangeboten durch den Reit- und Fahrverein des Ortes, von der Fastnacht, der Tour der Teichlandradler, von den vielen Arbeitseinsätzen der Mauster Frauen, von Premieren am Mauster Kiessee wie den Triathlon und das Drachenfest und von der  Adventsausstellung zu berichten.

Helmut Geissler, Ortsvorsteher in Neuendorf, erinnerte an den Maskenball, das Zampern und die 120.Fastnacht,  das Osterfeuer, das Backofenfest, die Kleintierschau, die vielen Arbeitseinsätze.

Die drei Ortschefs lobten den erfolgreichen Frühjahrsputz in allen drei Dörfern, der erstmals an einem Tag stattgefunden hatte.  Ein gutes Miteinander gibt es auch  zwischen den Ortswehren.  Die Bärenbrücker Floriansjünger waren 2017  zweimal, die Mauster einmal und die Neuendorfer zwölfmal im Einsatz. Erstmals gab es einen gemeinsamen Feuerwehrball  in Neuendorf.

Auch Amtsdirektorin Elvira Hölzner bedankte sich bei allen Ehrenamtlern, insbesondere bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr.  Sie verkündete, dass das Amt  die Erneuerung der Gerätehäuser in allen  Gemeinden mit der Einweihung des Gerätehauses in Turnow im letzten Jahr abgeschlossen habe. Zuversichtlich äußerte sich die Amtschefin  über die Entwicklung des Verkehrslandesplatzes Cottbus-Drewitz und über  die nun endlich gegründete Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide GmbH. Außerdem dankte sie der Neuendorferin Heide Haube für ihr soziales Engagement. Die Seniorin kümmert sich seit vielen Jahren um die Senioren in Neuendorf und organisiert die Willkommensveranstaltungen für Tschernobyl-Kinder.

Zu den Höhepunkten des  langen Abends gehörte der Bericht des Geschäftsführers der Teichlandstiftung, Rene Bielke. Er machte eindrucksvoll deutlich, dass drei Viertel aller ausgereichten Fördermittel 2017 in Teichland geblieben sind. Die Stiftung hat ein Energiekonzept für den zukünftigen Seehafen erstellen lassen und hat dieses dann der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Teichlands Bürgermeister Harald Groba nutzte nach Vorträgen von Ortschronisten noch die Gelegenheit,  um über Probleme bei der Politikgestaltung zu sprechen.  Er schilderte die prekäre Finanzlage der Gemeinde und  forderte: „Wir brauchen eine gesetzliche Begrenzung der Kreisumlage  und eine bessere Ausfinanzierung der Gemeinden.“ In der Diskussion wurden die Flurbereinigung am künftigen Cottbuser Ostsee, der Zustand der Gräben und die  nicht mehr existente Kinder- und Jugendfeuerwehr von Maust angesprochen.

„Ich fand es heute nicht so informativ, wir kannten schon fast alles“, meinten  Siegrid Stecklina und Marita Schimtz aus Bärenbrück danach.  Heidi Rhönisch aus Neuendorf war begeistert von Bürgermeister Harald Groba: „ Er hat angesprochen, wo der Schuh drückt, man merkt ihm an, dass er für Teichland kämpft.“  Die Mauster Frauenpower-Mitglieder  Margitta Müller und Bettina Freitag fühlten sich umfassend informiert: „Es war zwar etwas zu lang, aber der Bericht von der Teichlandstiftung war super, und man kann stolz sein, was in den Ortsteilen so alles gemacht wird. Schade, dass die Fragestunde wegen der fortgeschrittenen Zeit etwas zu kurz kam.“

Auch einen Ausblick auf die 135. Bärenbrücker Fastnacht gab es.